Nach dem Qualifying in Australien galt Mercedes als Überraschungsteam der Saison, das womöglich McLaren als auch Red Bull gefährlich werden könnte. Doch im Rennen konnten Michael Schumacher und Nico Rosberg den Speed nicht mitgehen. "Wir haben im Rennen sicherlich nicht den nötigen Speed gezeigt und haben mit Michael ein Auto vorzeitig verloren. Es ist mühsam zu raten, ob er hätte konstanter fahren können als Nico", erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
Zumindest Auto und Fahrer seien schnell genug. "Wenn wir alle Punkte zusammenbekommen, dann sollten wir auch ganz ordentlich aussehen. Ganz klar sind wir nicht der Favoritenschreck, allerdings befinden wir uns immer noch im Aufbau", sagte Haug. Das größte Problem stellen die Hinterreifen dar, weshalb sich Mercedes auch im Malaysia-Training hauptsächlich auf die Reifen konzentrierte.
"Unsere Konzentration galt heute im zweiten Training unseren Tests unter Rennbedingungen, um so den besten Umgang mit den Pirelli-Reifen zu finden. Ich denke, dass es nicht gut ist, wenn man jede Runde am Limit des Autos fährt, mit diesen Pirelli-Reifen muss man sich sein Rennen einteilen", meinte Haug. Als Beispiel führte er Jenson Button an, der in Australien nur dann pushte, wenn es wirklich nötig war.
"Man muss mit den Reifen haushalten. Das heißt nicht, dass man spazieren fährt. Aber man gibt statt 100 Prozent eben ein halbes Prozent weniger", so Haug. Wie stark Mercedes in Malaysia aussehen wird, konnte er nach dem Training noch nicht sagen. "Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aus der Reihenfolge der heutigen Bestzeitentabelle lässt sich das Kräfteverhältnis nicht ablesen und es gibt mindestens eine Handvoll Teams, die hier im Rennen gut aussehen können", meinte Haug.



diese Formel 1 Nachricht