Beinahe gab es für Felipe Massa in Q1 von Melbourne am Samstag die Höchststrafe, der Brasilianer in Ferrari-Diensten entkam aber gerade noch so in Q2, da Kimi Räikkönen bei seinem Comeback noch ein wenig mit Anpassungsproblemen zu kämpfen hatte. In Q2 blieb dann nur Sergio Perez hinter Massa und der Mexikaner war nur deswegen schlechter platziert, weil er in der Session keine Zeit zustande gebracht hatte. Der Start in die Saison ist Massa, rein vom Zeittraining her betrachtet, also eher missglückt, ob im Rennen eine große Steigerung folgt, ist angesichts der Longruns bei den Tests eher zu bezweifeln.
"Ich bin sehr enttäuscht. Das ist nicht der Saisonstart, den ich erwartet oder erhofft habe", klagte Massa im Anschluss sein Leid. Schon im dritten Training hatte er Probleme mit der Balance des Autos und fand dann auch nie eine freie Runde, um alles auszuprobieren. "Immer fehlte Grip, sowohl mit den Mediums, als auch mit den Softs und ich hatte am Kurveneingang Über- und am Kurvenausgang Untersteuern. Ich weiß nicht wieso, aber das Auto schien schlechter als bei den Wintertests. Vielleicht liegt es an der Charakteristik der Strecke", sagte der Brasilianer.
Nur ein Stopp wird sich nicht ausgehen
Für das Rennen wollte er trotzdem noch nicht aufgeben, auch wenn ihm klar war, dass es nicht einfach werden wird. "Ich glaube nicht, dass es mit nur einem Stopp gehen wird, aber wir werden versuchen müssen, den verlorenen Boden vom Qualifying wieder gutzumachen. Wir liegen eindeutig zurück, vielleicht mehr als erwartet und es gibt andere Teams, die sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben", meinte Massa.
Mit seinem Fahrer mit leiden musste Teamchef Stefano Domenicali, der den Kampf Massas mit der Balance vom Morgen weg verfolgt hatte. "Wir müssen uns das genau ansehen und herausfinden, warum das so war. Jeder hatte auf diese Qualifying-Stunde gewartet, um zu sehen, wie die Rangordnung aussieht: wir wussten, es würde hart für uns und so war es dann auch", erklärte Domenicali, der die Ferrari-Fans um Geduld bat, da es für endgültige Urteile nach seiner Meinung zu früh ist. "Wir müssen ruhig und konzentriert bleiben. Unsere Ingenieure wissen das genau, das war ihnen schon klar, bevor sie nach Melbourne aufbrachen."

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