Nach dem Qualifying in Melbourne sah man in der Marussia-Box zufriedene Gesichter. Zwar bedeuten die Startplätze 21 und 22 erneut die inzwischen schon angestammte vorletzte Startreihe für das Team, aber mit einem quasi ungetesteten Auto werden die gefahrenen Zeiten als Erfolg verbucht. Timo Glock blieb 1,3 Sekunden unter der 107-Prozent-Hürde, F1-Neuling Charles Pic sieben Zehntel.

Im dritten Freien Training hatte Glock erstmals Gelegenheit, das neue Auto bei konstant trockenen Bedingungen zu fahren. Dementsprechend groß war das Arbeitspensum bei Marussia. "Wir hatten ein großes Programm für Training und Qualifying abzuarbeiten. Wir haben viele Änderungen vorgenommen - alle gingen in die richtige Richtung und haben und jedes Mal einen Schritt nach vorne gebracht", sagte Glock.

Fahrspaß kehrt zurück

Laut Glock sei das neue Auto mechanisch gut und funktioniere durchaus zufriedenstellend. Dennoch würde auf das gesamte Team noch harte Arbeit zukommen, um das Auto zu verbessern. Glock blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft: "Ich freue mich schon auf die Zukunft. Es fühlt sich großartig an, in einem F1-Auto wieder Fahrspaß zu erleben."

Charles Pic war mit seinem ersten Arbeitstag für Marussia an einem Rennwochenende durchaus zufrieden. "Ich bin zufrieden und freue mich für das Team und mich. Morgen ist aber ein anderer Tag und ich muss im Rennen hart angreifen", weiß Pic. Obwohl er sehr aufgeregt sei, müsse er sich nun auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren.

Teamchef John Booth ist mit der Leistung seiner beiden Fahrer in einem fast noch unbekannten Auto sehr zufrieden. Laut Booth arbeite vor allem Glock sehr hart, um das Team weiter nach vorne zu bringen. Seine positive Einstellung wäre dabei ein guter Barometer für Marussia. Aber auch Charles Pic könne sehr stolz auf seine Leistung sein. "Er ist sehr hungrig. Es wird aufregend, ihn zu beobachten", ist sich Booth sicher.