Timo Glock hat in diesem Jahr mehr Sorgen, an der 107-Prozent-Hürde zu scheitern, was an den geringeren Unterschieden der weicheren und härteren Reifenmischungen liegt. "Der Unterschied zwischen den weichen und den harten Reifen hat uns letztes Jahr gerettet. Nun müssen wir sehen, wie das 2012 wird", gab der Deutsche zu bedenken. "Ich kann nur hoffen, dass Sebastian vorne nicht so schnell fährt."

Allerdings sieht er Sebastian Vettel und dessen Red-Bull-Team nicht mehr unangefochten an der Spitze. "Ich denke, sie sind immer noch vorne, aber nicht mehr so dominant. McLaren schätze ich sehr stark ein", überlegte der Marussia-Pilot. Dennoch seien die Bullen natürlich sehr abgebrüht, das letzte Update erst kurz vor Ende der Testfahrten einzusetzen. "Angeblich soll für Melbourne auch noch einmal was kommen", zeigte sich Glock wenig begeistert.

Wie es um den Abstand seines Teams zur Spitze bestellt ist, kann der Hesse noch nicht einschätzen. "Es kann sein, dass wir wieder vier Sekunden zurück sind", prognostizierte Glock. "Das bedeutet aber nicht, dass wir einen Rückschritt gemacht haben, sondern es stellt sich eher die Frage, wie viel schneller die Jungs da vorne sind."