Lotus-Streckeningenieur Alan Permane erwartet durch die aggressiveren Mischungen der Pirelli-Reifen dieses Jahr mehr Spannung. "Wir haben dieses Jahr eine schönere Situation, da wir Reifen haben, die, was die Rundenzeiten angeht, nicht so weit auseinanderliegen", erläuterte Permane vor dem Saisonauftakt in Melbourne.

Vor allem strategisch würden die neuen Pirelli-Mischungen für Abwechslung sorgen. "Man hat möglicherweise die Chance die Reifen strategisch einzusetzen, während man im vergangenen Jahr weiche Reifen aufziehen musste und die harten nur ganz zum Schluss des Rennens verwenden konnte", spielte Permane auf die wenig abwechslungsreichen Rennstrategien der vergangenen Saison an.

Bei den Testfahrten habe er beobachtet, dass bei Rennsimulationen bereits nach etwa vier Runden die Reifen nachlassen. Im Qualifying gehe der Abbau jedoch noch schneller vonstatten. "Wenn man für Abstimmungsarbeiten neue Reifen aufzieht, scheinen die Reifen sehr schnell nachzulassen, wenn man versucht in der ersten Runde ans Limit zu gehen. Wenn man das im Rennen tun würde, wären die Reifen sicherlich hinüber", glaubt Permane.

Die Pirelli-Pneus sind laut Permane nur über zwei oder drei Runden konstant, egal wie sehr man auf sie achtet. Dann würde der Reifen schlagartig abbauen. Dadurch müssten die Teams noch mehr darauf achten, dass ihre Rennabstimmung passt und sich weniger darauf konzentrieren, auf eine Runde schnell zu sein. "Daher sollte man eine bessere Qualifying-Platzierung für eine gute Rennabstimmung opfern", meinte Permane.