Am zweiten Testtag in Barcelona blitze Nico Hülkenberg ganz oben vom Zeitentableau. Der Force India-Pilot ließ mit seiner Bestzeit Weltmeister Sebastian Vettel sowie Lewis Hamilton und Fernando Alonso hinter sich. Darauf einbilden, wollte er sich nichts. "Die Bestzeit ist mir egal. Wichtig ist das Gefühl im Auto - das ist alles, was zählt. Ob ich dann Fünfter oder Achter bin, spielt keine Rolle. Wir sind hier nicht in Melbourne, es zählt hier nicht", sagte der Deutsche.
Bestes Beispiel seien die Testfahrten von 2010. "Damals war ich am letzten Testtag auch Schnellster. Dann kamen wir zum ersten Rennen und waren nirgendwo", erinnert sich Hülkenberg. Für dieses Jahr ist der Deutsche zuversichtlicher, nicht zuletzt wegen den reibungslosen Testtagen in Barcelona. "Ich habe die zwei Tage am Stück richtig genossen, denn ich konnte endlich mehrere Runden in den Asphalt ballern und ein richtiges Fahrgefühl entwickeln", verriet Hülkenberg.
Von Stunde zu Stunde sei die Harmonie zwischen ihm und dem Auto besser geworden. Im Moment habe er zu 90 Prozent ein Gefühl für das Auto entwickelt. "Auf die 100 Prozent zu kommen, ist allerdings der schwierigste Schritt. Daher ist es ganz gut, dass ich jetzt eine Woche frei habe. Ich kann die Daten analysieren und komme nächste Woche auf einem neuen Level zum Test", so der Force India-Pilot.
Bei Force India standen am zweiten Testtag Arbeiten an der Aerodynamik auf dem Programm sowie ein Vergleich der verschiedenen Reifenmischungen. Hülkenberg spulte sowohl kurze Stints als auch Longruns ab. "Das Auto hat mit viel und wenig Sprit gut funktioniert. Die Basis hat sich als gut herausgestellt", verriet der Deutsche.



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