Adrian Sutils Vertragsverlängerung bei Force India ist nicht wegen des seiner Zeit noch schwebenden Verfahrens vor dem Landgericht München gescheitert. Laut des stellvertretenden Teamchefs von Force India, Robert Fernley, gab es zwischen der Verpflichtung von Nico Hülkenberg, anstelle von Adrian Sutil, und dem Zwischenfall im Shanghaier Nachtclub keinen Zusammenhang.
"Daran haben wir nicht einen Gedanken verschwendet", erklärt Fernley. Sutil sei eine außergewöhnliche Saison gefahren und wäre eine extrem nette Person, was das Ganze, laut Fernley, erheblich erschwert hätte.
Force India hätte aber langfristig denken müssen. "Wir mussten auf unsere langfristigen Stärken schauen. Adrian war bereits einige Jahre bei uns im Team - und wir glaubten, dass unsere Zukunft eher bei Paul di Resta und Nico Hülkenberg liegt."
Force India hätte sich die Entscheidung aber nicht leicht gemacht. Dennoch gibt Fernley zu, dass das gesamte Team nach dem Vorfall zwischen Sutil und Lotus-Mitbesitzer Lux in China unter großem Druck gestanden hätte. "Vijay Mallya und ich waren uns immer sicher, dass Sutil unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist. Unsere Aufgabe war es ihn zu unterstützen und nicht ihm auf irgendeine Art und Weise zu schaden."
Robert Fernley ist wegen Sutils momentaner Situation enttäuscht, da der Deutsche die derzeitige Situation nicht verdient hätte. "Er hat nicht einen schlechten Gedanken oder Knochen in sich. Es war für ihn absolut untypisch."
Wie es nun mit Sutil weitergehe, wisse auch Fernley nicht. "Ich glaube nicht, dass ihn das jetzt persönlich komplett beeinträchtigt. Aber Sponsoren und alle anderen könnten anders darüber denken", glaubt Fernley. Force India hätte es jedenfalls nicht beeinflusst, da man im Team besonders auf Talent achte.

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