Der Young Driver Test in Abu Dhabi hat begonnen. Bei sommerlichen Temperaturen setzte das Marussia-Virgin-Team mit Adrian Quaife-Hobbs und Charles Pic am ersten Testtag zwei Nachwuchsfahrer ein. GP3-Fahrer Quaife-Hobbs fuhr am Vormittag, GP2-Pilot Charles Pic übernahm am Nachmittag.
Um das Potenzial der beiden Fahrer bewerten zu können, durchliefen sie ein Programm, dass das Virgin-Team für den Test entwickelt hat. Darin enthalten sind bereits Entwicklungsstufen für 2012.
Adrian Quaife-Hobbs ist für die Möglichkeit, die ihm das Team geboten hat dankbar. Sein Testtag begann mit Fahrten mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf den Geraden des Yas Marina Circuits, um Aerodynamik-Ausbaustufen zu testen.
"Ich bin zwei neue Reifensätze gefahren. Dabei habe ich viel über das Auto und sein Fahrverhalten gelernt. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Tag sehr zufrieden und dankbar für die immense Erfahrung, die ich machen durfte", sagt Adrian Quaife-Hobbs, der den Tag als 14. und Letzter abschloss.
Es ging nicht um schnelle Rundenzeiten
Charles Pic ist zum ersten Mal in einem Formel-1-Wagen gefahren und musste sich erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen. Besonders die Hochgeschwindigkeitskurven und das Bremsverhalten seien ungewohnt gewesen. Der Franzose stellte sich jedoch schnell darauf ein. Da Pic auch am Mittwoch im Auto sitzen wird, wurden einige zeitaufwendige Veränderungen am Auto vorgenommen. Morgen stehen für Pic besonders Reifentestfahrten auf dem Programm. "Mit meinem ersten Testtag bin ich sehr zufrieden", sagt der 13. der Tageswertung.
Teamchef John Booth ist von beiden Fahrern sehr angetan. "Beide haben ein ähnliches Programm abgespult, was ihnen das Fahren im Formel-1-Wagen auf dem Kurs in Abu Dhabi erleichtern sollte." Booths Ansicht nach sei Adrian Quaife-Hobbs durch die geringe Streckentemperatur am Morgen etwas benachteiligt worden. Beide Fahrer seien auf den weichen Pirelli-Reifen unterwegs gewesen, wobei sich Pic einen neuen Satz für den zweiten Tag aufgespart habe.
"Um Vergleiche zum Grand Prix am vergangenen Wochenende an gleicher Stelle zu erlauben, sind die Fahrer mit dem gleichen Reifentypen ausgerückt wie am Wochenende. Es ging nicht darum, mit dem eindeutig schnelleren Supersoft-Reifen schnelle Runden zu drehen", erklärt Booth.

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