Für Stefano Coletti war der Dienstag in Abu Dhabi ein aufregender Tag. Schließlich durfte der Monegasse zum ersten Mal einen Formel-1-Rennwagen bewegen. Am Vormittag nahmen er und das Toro-Rosso-Team verschiedene aerodynamische Messungen vor, bevor er am Nachmittag die neuen Reifen, die Pirelli in der nächsten Saison zum Einsatz bringen möchte, unter die Lupe nahm. "Es war interessant, die neuen Reifen zu testen", erklärte der 22-Jährige. "Ich hatte Glück, dass ich mit mehreren neuen Sätzen fahren konnte, was normalerweise nicht der Fall ist."
Bei seiner ersten Ausfahrt in einem Formel-1-Boliden hat Coletti vor allem die Motorenkraft des Fahrzeugs beeindruckt. "Zuerst fand ich es schwierig, mich an das Gefühl der Kraft, die durch das Rad geht, zu gewöhnen", verriet Coletti. Gerade in den schnellen Kurven sei dies ein Problem gewesen, das Coletti allerdings in den Griff bekam. "Als ich mich erst einmal daran gewöhnt hatte, konnte ich das Erlebnis sogar noch mehr genießen", freute sich Coletti.
Mekies mit Coletti zufrieden
Ohnehin sei das Fahrgefühl in einem Formel-1-Fahrzeug ein ganz anderes als in den Nachwuchsklassen. "Nichts, was ich bis dahin in meiner Karriere gefahren bin, kommt dem Gefühl nahe, das ich beim Fahren eines Formel-1-Autos hatte", beschrieb der diesjährige GP2-Pilot. Dabei habe ihn vor allem die Geschwindigkeit, der hohe Grad an Antrieb und die Art, wie die Motorenkraft an einem zerrt, begeistert.
Toro-Rosso-Chefingenieur Laurent Mekies war mit der Testarbeit Colettis zufrieden und zog dementsprechend ein positives Fazit aus dem Testtag. "Insgesamt war es gute Arbeit an diesem Tag und Stefano ist die Arbeit in einer ernsthaften Art und Weise angegangen", meinte Mekies. "Er hat uns mit einer problemlosen Performance gedient, was bedeutet, dass wir viele Runden gefahren sind, was wir mit dem Blick auf das nächste Jahr auch wollten."

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