Beide Sauber-Fahrer zeigten beim Großen Preis von Abu Dhabi starke Leistungen, die am Ende mit einem WM-Punkt belohnt wurden. Kamui Kobayashi, der als 16. gestartet war, kam beim vorletzten Rennen der F1-Weltmeisterschaft 2011 als Zehnter ins Ziel. "Ich bin froh, heute diesen Punkt geholt zu haben. Ich hatte eine ziemlich lange Durststrecke ohne Zähler, und es war wichtig für mich, diese Phase zu beenden", stellte Kobayashi klar.

"Ich hatte einen wirklich guten Start und konnte in der ersten Runde fünf Plätze gutmachen. Das war mehr als ich von den Reifen erwartet hatte. Ich war mit der mittleren Reifenmischung gestartet. Ich war ja nur 16. in der Startaufstellung, und das ist ganz klar eine Position, von der aus man strategisch etwas riskieren muss", fuhr er fort. Der eine Punkt reichte am Renntag zumindest zur Verteidigung von Platz sieben in der Konstrukteurswertung.

"Beide Piloten sind heute sehr beherzt gefahren und haben über weite Strecken des Rennens sehr gute Rundenzeiten erzielt. Es ist gut, dass wir heute einen Punkt geholt haben, aber wir haben nicht das maximal Mögliche herausgeholt", gab Peter Sauber zu. Sergio Pérez, der sich als Elfter qualifiziert hatte, konnte seine Startposition nicht wirklich ummünzen. Ein Zwischenfall in der ersten Runde brockte ihm einen frühen Boxenstopp ein.

Früher Boxenstopp von Perez

"Und Kamui wurde bei seinem zweiten Stopp nicht optimal abgefertigt. Unser Tempo im Rennen stimmt mich aber zuversichtlich", erklärte der Sauber-Teamchef. Pérez kam als Elfter ins Ziel und verpasste somit knapp die Punkteränge. "Ich hatte mir vom heutigen Rennen mehr erhofft. Es ist sehr schade, was in der ersten Runde passiert ist: Vor Kurve sieben gab es einen Stau und ich konnte nicht mehr verhindern, das Auto von Sutil zu treffen", betonte der Mexikaner. Auf Anhieb sei gar nicht klar gewesen, wie groß der Schaden war.

"Aber dann sagte mir das Team, dass mein Frontflügel gebrochen sei, und ich bin nach zwei Runden an die Box gefahren. Wir haben uns anlässlich des Nasenwechsels für die mittlere Reifenmischung entschieden. Zum Ende des Rennens, mittlerweile war ich wieder mit weichen Reifen unterwegs, lag ich eine Zeit lang an zehnter Position, aber dann bauten die Reifen sehr stark ab und außerdem hat das KERS in den letzten zwölf Runden nicht mehr funktioniert", ärgerte sich Perez.