Michael Schumacher wird am kommenden Wochenende sein zweites Rennen in Abu Dhabi bestreiten. Während er 2010 noch in der ersten Runde von Vitantonio Liuzzi abgeräumt wurde, hofft er diesmal ein gutes Ergebnis einzufahren, wie es ihm in Indien gelang. Dennoch rechnet er nicht damit, dort einen Run begonnen zu haben und in den verbliebenen Rennen immer derartige Ergebnisse zu erzielen.
Um im Wüstenstaat viele Punkte zu sammeln, möchte der Rekordweltmeister aber auf bewährte Art und Weise vorgehen. So versucht Schumacher vorherzuahnen, was das beste Ergebnis für das Rennen sein könnte. "Dabei ist DRS, Kers und Strategie wahrscheinlich weniger wichtig, als die Balance. Daher lag der Fokus auf dem Rennsetup", beschrieb er seine Vorgehensweise in Indien. Tatsächlich reichte es im Qualifying nicht zum Sprung in die Top-10, doch im Rennen zahlte sich seine Arbeit aus und er erreichte den fünften Platz.
Vertragsverlängerung nicht auf der Tagesordnung
Neben dem eigentlichen Grund, warum er nach Abu Dhabi gereist ist, gilt es auch immer wieder, Fragen zu einer möglichen Vertragsverlängerung mit Mercedes zu beantworten. Diese Situation spitze sich noch weiter zu, nachdem sein Teamkollege Nico Rosberg bis 2013 bei den Silberpfeilen unterschrieb.

Doch während es für viele Medien bereits sicher ist, Schumacher auch über das kommende Jahr hinaus in der Formel 1 zu sehen, will er selbst davon nichts wissen. "Ich habe schon öfters gesagt, dass das nicht die Zeit ist, um darüber zu sprechen. Ich brauche noch Zeit, um darüber zu schlafen und mir Gedanken über mich selbst und andere Dinge zu machen", so Schumacher in Abu Dhabi.
Entwicklungsrate angepasst
Dennoch gab es neben der Tatsache, dass Mercedes 2011 auch hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, etwas Gutes zu vermelden. "Was ich als Positives mitnehme, ist, das wir es geschafft haben, zumindest die Entwicklungsrate anzupassen", überlegte der Deutsche. "Das ist etwas, das wichtig für die Zukunft ist." Zudem sei er zufrieden damit, was in den letzten Rennen aus den vorhandenen Kompetenzen herausgeholt werden konnte.
Bei einem Rückblick auf die gesamte Saison blieb er daher recht allgemein. "Es geht immer darum, das Maximum aus der investierten Zeit zu bekommen und ich war glücklich mit dem Weg, den wir beschritten haben und wie wir operiert haben und wie wir über die Wochenenden mit dem Auto gearbeitet haben", so der Mercedes-Pilot, der nicht der Meinung ist, die letzten zwei Jahre seien verantwortlich für das schwache Abschneiden der Silberpfeile.

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