Adrian Sutil kämpft in der ablaufenden Saison um einen Platz in der Formel 1. Doch das muss seiner Meinung nach nicht bei Force India sein, wo er gegen seinen aktuellen Teamkollegen Paul di Resta und Landsmann Nico Hülkenberg antritt. "Wer sagt, dass ich nur auf Force India warte", erklärte der Deutsche im Rahmen des Grand Prix von Abu Dhabi, wo Teamchef Vijay Mallya eigentlich seine Fahrerpaarung für das kommende Jahr bekanntgeben wollte.
"Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr machen werde. Ich bin ganz neutral, aber ich habe ja auch meine eigenen Vorstellungen", machte Sutil deutlich, der nicht der Meinung ist, dass nur sein aktuelles Team über seine Zukunft entscheidet. Dennoch wünscht er sich bis zum Saisonende eine klare Antwort von Mallya, um planen zu können. "Wir sind uns alle einig - wir wollen es so schnell wie möglich für beide Seiten bekanntgeben." Das sei auch für das Team wichtig, das das Auto dann bereits an die zukünftigen Fahrer anpassen kann.
Ein sehr gutes Verhältnis
Es habe allerdings bereits ein Gespräch mit Mallya gegeben, dessen Inhalt der Gräfelfinger vorläufig für sich behalten möchte. "Wir haben seit einer langen Zeit ein sehr gutes Verhältnis", verriet Sutil schließlich. "Er ist mir gegenüber sehr loyal und ich bin ihm gegenüber sehr loyal, das ist wichtig. Er hat mir einige Dinge erzählt, die ich im Moment nicht mit euch teilen kann", hüllte sich Sutil dann aber doch in Schweigen.
Wenngleich auch ihm nicht erklärt wurde, weshalb sich die Entscheidung in die Länge zieht, macht sich der Deutsche keine Sorgen. "Ich denke, dass ich nach so vielen Jahren, in denen ich gute Arbeit geleistet habe, nicht zittern und über meine Zukunft, oder etwas anderes, nachdenken muss", sagte ein entspannter Sutil.
Sutil will nichts sagen
Denn sollte es bei Force India, einem Team, das er sehr mag, nicht funktionieren, will er andere Alternativen suchen. Eine könnte Williams sein. Sowohl er, als auch Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen, werden dort als Nachfolger von Rubens Barrichello gehandelt. Doch auch hierzu wollte sich der Wahl-Monegasse nicht äußern. "Reell oder nicht. Ich kann dazu einfach noch nicht so wirklich etwas sagen. Denn bevor ich etwas Falsches sage, sage ich lieber nichts."

Dass die Formel 1 ihn aber auch in Zukunft behalten wird, glaubt Sutil sicher. "Ich gehe mal optimistisch von 100 Prozent aus", lachte der Deutsche, als er nach der Wahrscheinlichkeit seines Verbleibs in der Königsklasse gefragt wurde. Eine schnelle Entscheidung, wo es für den 28-Jährigen hingehen soll, ist aber auch für 2011 entscheidend. "Alles, was sich hinauszögert, spürst du in Bezug auf die Leistung. Das gilt sowohl für mich, als auch das Team." Einen Einbruch sollte Force India sich aber nicht erlauben, denn es gilt Punkte zu sammeln, um Toro Rosso auf Abstand zu halten.

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