Sebastian Vettel erlebte eine überragende Saison 2011. Bis dato erreichte er zehn Saisonsiege, fuhr nur auf dem Nürburgring nicht auf das Podium und durfte sich bereits vier Rennen vor Saisonende als Formel-1-Weltmeister feiern lassen. Trotzdem möchte sich der 24-jährige Doppelweltmeister nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und weitere Fortschritte machen. "Du musst immer bereit zum Lernen sein", erklärt der Red-Bull-Pilot. "Kleine Fortschritte können schon den Unterschied ausmachen."

Kontinuierliche Verbesserungen und Lernprozesse sind für Vettel der Schlüssel zum Erfolg. Dies hätten er und Red Bull in diesem Jahr bereits bewiesen. "Wenn ich mir Korea anschaue, waren wir dazu in der Lage, vom Wochenende in Japan zu lernen", beschrieb Vettel. "Es waren nur kleine Dinge, aber wir haben uns mit ihnen befasst und einen besseren Job gemacht."

Wichtig ist es für Vettel auch, auf Erfolge richtig zu reagieren. "Wenn du erwartest, unschlagbar zu sein, ist genau dies der Tag, an dem du besiegt wirst", erklärte Vettel. "Egal, in welchem Sport man sich befindet, gibt es immer irgendwann einen Besseren. Das ist der Grund, warum man den Moment sogar noch mehr festhalten und genießen sollte."

Eine unglaubliche Saison

Unterdessen ist Vettel auf die Leistungen und Veränderungen, die Red Bull in den letzten drei Jahren erbringen konnte, stolz. "Ich glaube, dass wir in den letzten drei Jahren zusammen viel erreicht haben", freute sich der Heppenheimer. "Das ganze Team ist professioneller und engagierter geworden. Alle arbeiten gemeinsam für den Erfolg."

Doch kann Vettel seine Leistungen aus dieser Saison noch gar nicht so recht realisieren. "Es war ein extrem erfolgreiches Jahr. Es ist unglaublich, was wir erreicht haben", meint der Deutsche. "Es sind die kleinen Dinge, wie nach Hause zu kommen und die Tür zu öffnen, die dich realisieren lassen, was passiert ist und dass sich die ganzen Arbeitsstunden gelohnt haben."

Nun sei es an der Zeit, das Erreichte zu genießen. "Saisons wie diese hat man nicht häufig", sagt der Red-Bull-Pilot. "Das ist der Grund, weswegen wir sehr stolz auf dieses Jahr sein sollten." Bei all den Rekorden, die Vettel während seiner noch jungen F1-Karriere schon aufstellen konnte, beharrt er jedoch darauf, sich nicht nach Statistiken richten zu wollen. "Ich kümmere mich um den Sport", beschrieb der Doppelweltmeister. "Ich kenne seine Geschichte und die Zahlen, die zu den Fahrern gehören. Aber ich setze mir keine Ziele über die Anzahl der Siege. Ich fahre nicht für Statistiken."