Adrian Neweys Fahrzeuge haben in den letzten 20 Jahren insgesamt acht Mal den Konstrukteurstitel in der Formel 1 gewonnen. Die Saison 2011 schließt Red Bull mit dem Fahrertitel für Sebastian Vettel und dem Konstrukteurstitel ab. Für Adrian Newey ist der Erfolg aber noch lange kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Der Chefdesigner von Red Bull war beim letzten Grand Prix in Korea, wo sein Team den Konstrukteurstitel sicherstellte, nicht vor Ort. Stattdessen arbeitete er in der Fabrik in Milton Keynes am Design des nächstjährigen Red Bull RB8.

Bei den letzten drei noch ausstehenden Rennen der Saison plant Red Bull Entwicklungsstufen für den nächstjährigen RB8 bereits am aktuellen Fahrzeug zu testen - vorausgesetzt nicht zu viele Geheimnisse werden der stets wachsamen Konkurrenz offenbart. Die einzige gravierende Neuerung stellt nächste Saison der in der Motorabdeckung austretende Auspuff dar. Laut Newey zieht diese Änderung eine Kettenreaktion nach sich, die die Konstruktion des gesamten Fahrzeugs beeinflusst. "Wir arbeiten uns derzeit durch die neue Regelung durch und versuchen die beste Lösung herauszufinden", so der Erfolgskonstrukteur aus England.

Newey blickt auf die vergangenen Jahre zurück

Aber Newey blickt nicht nur voraus, sondern auch auf die vergangenen Jahre bei Red Bull zurück, wo er seit 2006 unter Vertrag steht. Der 52-jährige zieht eine große Befriedigung aus dem Erfolg seiner Red Bull-Konstruktionen. "Es ist etwas ganz besonderes. Ich bin zum Team gestoßen, als es noch in den Kinderschuhen steckte und davon geträumt hat, einmal Rennen und Weltmeisterschaften zu gewinnen. Dieses Jahr zu beweisen, dass die Titelgewinne 2010 kein Zufall waren, macht das Ganze noch spezieller", blickt Newey auf die vergangenen fünf Jahre zurück. "Was wir erreicht haben ist fantastisch", zieht Newey eine vorläufige Bilanz seiner Tätigkeit bei Red Bull.

"Als ich zu Red Bull kam, waren noch Jaguar-Mitarbeiter dort und Christian Horner begann gerade damit, neue Leute einzustellen die zusammenarbeiten und ein Team bilden sollten. In den Jahren 2007 und 2008 waren wir noch nicht dort wo wir hinwollten, schließlich befand sich die gesamte Infrastruktur noch im Wachstum", fasst Newey die letzten Jahre zusammen. Newey hat vor Red Bull bereits bei Williams und McLaren erfolgreich gearbeitet. Die Arbeit dort war seiner Ansicht nach viel mehr auf das Designen der Autos fokussiert, als dies bei Red Bull der Fall ist.