Beinahe hätte Korea eine rein britische, erste Startreihe erlebt: Lewis Hamilton schnappte sich die Pole Position und eine kurze Zeit lang hatte Teamkollege Jenson Button sich Platz zwei geschnappt. Doch in letzter Sekunde verdrängte ihn Weltmeister Sebastian Vettel noch aus der ersten Reihe. "Mein letzter Sektor war nicht so toll", ärgert sich Button über die verpasste Gelegenheit. "In der letzten Kurve habe ich Zeit liegen lassen, weil ich im Kurvenscheitel in den Begrenzer fuhr."

Doch auch vom Platz hinter dem Red-Bull-Rivalen rechnet sich der Brite nach seinem Sieg in Suzuka einiges aus. "Ich will Sebastian beim Start überholen", zeigt er sich kämpferisch. "Lewis und ich stehen auf der sauberen Seite, das ist großartig." Button gratulierte seinem Teamkollegen, der als einziger am Samstag die 1:36er-Marke knackte. "Er hat das gemacht, was ich mit diesem Auto hätte schaffen sollen", weint Button seiner ersten Saison-Pole ein wenig hinterher. "Aber ich war einfach nicht schnell genug für Lewis."

Alle Zutaten vorhanden

Button glaubt, dass alle Zutaten für ein fantastisches Rennen vorhanden seien - allerdings getoppt von einem großen Fragezeichen, das über McLaren schwebt. Das Traditionsteam absolvierte bislang in Korea noch keine Läufe mit viel Benzin an Bord. "Wir müssen morgen beim Start ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Auto mit viel Sprit verhält", so Button. "Dann müssen wir uns darauf fokussieren, was wir im Verlauf eines Stints mit den Reifen machen." McLaren hat im abschließenden Training einen Blick auf die Konkurrenz geworfen, um sich zumindest ein erstes, reales Bild zu verschaffen. "Wir haben uns Red Bulls Longruns im Training angeschaut", verrät Button. "Sie hatten wohl viel Benzin im Tank und sahen schnell und konstant aus."

Trotz der augenscheinlich guten Performance der Bullen rechnet sich Button gute Chancen aus und freut sich besonders auf den Beginn des Rennens. "Mit dem Gegenwind von Kurve 2 heraus in Kurve 3, könnte es auf der ersten Runde eine Menge Action geben", glaubt er.