Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Korea deutet am Sonntag alles auf einen Zweikampf an der Spitze hin. "Ich weiß wirklich nicht, wie das Rennen morgen verläuft, aber man könnte denken, dass es zwischen uns und Red Bull ausgemacht wird", wollte sich Jenson Button noch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Schließlich will er Ferrari nicht völlig außer Acht lassen, wenn auch mit Einschränkung: "Ich denke, dass Ferrari in Sachen Konstanz über eine Runde nicht so weit weg ist, aber im Rennen fehlt ihnen die konstante Pace."

Button selbst muss sich mit dem dritten Startplatz begnügen, nachdem er in Q3 in letzter Sekunde von Sebastian Vettel kassiert wurde. Doch mit Teamkollege Lewis Hamilton an der Spitze der Startaufstellung schaffte es McLaren, dass zum ersten Mal in dieser Saison kein Red Bull P1 inne hatte. "Das ist ein großartiger Weg, die Saison zu beenden", jubelt Button. "Als Team sind wir natürlich enttäuscht, diese Performance nicht schon früher im Jahr geboten zu haben, aber für nächstes Jahr kann das nur gut sein."

Button startet trotz leichter Enttäuschung über die verpasste Pole optimistisch ins 16. Rennen der Saison. Ein großes Fragezeichen gibt es allerdings noch, nachdem die Trainings am Freitag wortwörtlich ins Wasser fielen und die Piloten nur bedingt Daten für das anstehende Rennen sammeln konnten. "In Sachen Reifenverschleiß bei hohen Benzinmengen an Bord haben wir keine Ahnung", gibt Button zu. "Deshalb ist das zwar eine Unbekannte, allerdings auch eine weitere Herausforderung."

Button ist bewusst, dass die Pirelli-Reifen auf dem rauen Asphalt in Korea keine allzu große Lebenserwartung haben. Im Fahrerlager gehen viele sogar von bis zu fünf Boxenstopps aus. "Es ist noch nicht bekannt, ob es einen Unterschied macht, wenn man nach den Reifen schaut", grübelt Button über die richtige Strategie. Auf jeden Fall hat der Suzuka-Sieger schon einen Plan ausgeheckt, wie er am Sonntag Erfolg haben will: "Schnell sein!"