Lewis Hamilton belegte in den beiden Freien Trainings zum Singapur GP Plätze unter den Top-3. In der ersten Session schnappte er sich die Bestzeit, am späten Abend musste er Sebastian Vettel und Fernando Alonso den Vortritt lassen. Ein reiner Blick aufs Zeitentableau sollte Hamilton eigentlich zuversichtlich stimmen, doch an den Freitagen kommt es wesentlich mehr auf das Finden des richtigen Setups an - und damit haderte der Brite.
"Wir müssen schauen, dass wir das Sliding unserer Hinterreifen reduzieren können, damit die Reifen länger halten", fordert er sein Team auf und fügt scherzend an: "Denn sonst sind mindestens drei Stopps meine momentane Strategie." Nicht nur die Reifen bereiten noch Sorgen, auch im Cockpit schien es Probleme zu geben. Hamilton war mit der Einstellung seiner Bremspedale, speziell links, nicht zufrieden und ging verspätet auf die Strecke.
Dort erlebte er einen Sebastian Vettel, der wieder einmal eine Bestzeit ablieferte und dabei auch noch mehr als zwei Zehntel Vorsprung auf Fernando Alonso hatte. "Zwischen uns und Sebastian ist eine große Lücke im Moment", so Hamilton. "Ich vermute, dass es auch im Qualifying eine große Lücke geben wird, sofern es bei den Benzinmengen keine großen Unterschiede gab."
Es sei zwar nicht unmöglich, Vettel am Samstag zu kassieren, aber trotzdem ziemlich schwierig. "Benzinmenge und Reifen können allerdings einen großen Unterschied ausmachen, deshalb bleibe ich optimistisch", sagt Hamilton vor dem 14. Qualifying des Jahres.
Was Hamilton trotzdem Sorgen bereitet, ist Ferrari. Fernando Alonso und Felipe Massa überzeugten in den Trainings mit gutem Speed. "Ich weiß nicht, was Ferrari hier macht, aber die sind richtig schnell unterwegs", so der McLaren-Pilot. "Ich weiß nicht, wie viel Sprit sie an Bord hatten - das kann hier gut drei Zehntel Unterschied ausmachen - aber ich bete, dass sie leicht unterwegs waren."
An den beschädigten Kerbs mäkelt Hamilton hingegen nicht herum. Er glaubt, dass sich andere Fahrer im Gegenteil zu ihm einen Vorteil verschafft hätten, indem sie das Fehlen mancher Kerbs auf dem Marina Bay Circuit ausgenutzt hätten. "Ich fahre so, wie die Kerbs potentiell sein könnten, wenn sie denn zurückkommen", erklärt Hamilton. Sollte das nicht der Fall sein, glaubt Hamilton, im Rennen ein paar Zehntelsekunden gut machen zu können, weil er dann nicht mehr so weit ausholen muss.



diese Formel 1 Nachricht