Robert Kubica selbst kam nicht nach Monza - aber dafür sein Manager Daniele Morelli: "Robert wird sich erst wieder im Fahrerlager zeigen, wenn er wieder Helm und Overall anhat", sagt der Italiener und gibt sich natürlich extrem optimistisch, dass das auch bald - sprich nächstes Jahr - wieder der Fall sein wird.

Nach der letzten Operation vor zwei Woche könne sich Kubica jetzt "ganz darauf konzentrieren, die Muskulatur im Arm wiederaufzubauen, die ja wirklich sehr schwach war durch die lange Zeit. Aber nachdem jetzt durch die Operation die Bewegungseinschränkung im Ellbogen behoben wurde, sollte das nicht allzu lange dauern, Muskeln bauen sich ja schnell auf."

In vier Wochen im Simulator

Wenn alles nach Plan laufe, so hofft er, solle Kubica in vier Wochen so weit sein, den Helm aufsetzen zu können und entweder in den Simulator zu gehen oder in einem Straßenauto auf der Rennstrecke zu fahren. Bis jetzt sei der Pole allerdings noch nicht einmal im normalen Straßenverkehr Auto gefahren, "das wäre zwar vielleicht gegangen, aber es wäre zu gefährlich gewesen." Der nächste Schritt könnten dann Tests in einem Formel Renault oder auch in einem alten Renault Formel 1 sein.

Grundsätzlich glaubt Morelli weiterhin an ein Comeback seines Schützlings in der Formel 1. Er habe keine Zweifel daran, dass Kubica wieder voll fit werden und Formel-1-Rennen fahren könne, sagt er - muss er als Manager aber natürlich auch sagen. Die Ärzte würden keinen Grund sehen, dass auch die geschädigten Nerven nicht wieder vollständig zusammenwachsen würden.

Kein Pianist, sondern Rennfahrer

Schließlich könne er ja "seine Finger jetzt wieder besser bewegen, er kann auch mit der linken Hand schon wieder Dinge halten - und er ist ja schließlich kein Pianist, sondern Rennfahrer. Und heutige Formel-1-Autos sind ja nicht so schwierig zu fahren, ein GP-2-Auto wäre wahrscheinlich sogar kritischer."

Er habe die feste Zusage von Renault, dass Kubica wieder einsteigen könne, sobald er fit sei. Was er freilich zugibt: "Natürlich wissen wir, dass es in der Formel 1 auch für die Teams gewisse Deadlines gibt, dass auch Renault irgendwann wissen muss, was Sache ist. Aber bis dahin sind ja bestimmt noch zwei, drei Monate Zeit..."