In Spa musste Lewis Hamilton nach seinem Unfall vorzeitig die Segel streichen - deshalb schraubt er seine Ziele für das kommende Rennen in Monza etwas herunter. "Mein Ziel ist es, das Rennen zu beenden. Das ist schon länger nicht mehr passiert", scherzt der McLaren-Pilot, um dann ernsthaft zu werden: "Wir haben an diesem Wochenende die Chance, das Blatt zu wenden." Der Speed von Teamkollegen Jenson Button in Belgien habe gezeigt, dass McLaren konkurrenzfähig sei.
Für das Highspeed-Rennen in Monza zeigt sich Hamilton optimistisch. Den Briten werden aufgrund des Mercedes-Aggregates gute Chancen eingeräumt, gilt der Motor auf den Geraden doch als einer der stärksten. Doch Hamilton will dem nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Die Motoren der Top-3-Teams sind ähnlich", meint er. "Es geht an diesem Wochenende nicht nur um Power, sondern auch um die richtige Downforce und das Draglevel."
Trotzdem freut er sich schon auf den Volllast-Kurs. "Die Beschleunigung ist fantastisch", sagt Hamilton. "Der Speed ist phänomenal und je schneller man fährt, desto präziser muss man sein." In keinem anderen Rennen geben die Piloten so viel Vollgas wie in Monza, nirgendwo sonst wird so wenig Flügel gefahren, um möglichst viel low-Downforce zu generieren. "Man muss Vertrauen ins Auto und in den Grip haben", erklärt Hamilton. "Das ist in Sachen Grip wie Kart fahren - bei 340 km/h."
Hamilton mag die DRS-Zonen
Langsamer wird es aufgrund der beiden DRS-Zonen, die an verschiedenen Stellen liegen, nicht. Hamilton ist der Meinung, dass die Offiziellen gute Arbeit geleistet haben. "Sie haben die Zonen dorthin verlegt, wo das Überholen wahrscheinlicher ist", so der Brite. Eine Zone liegt auf der Start-Ziel-Geraden, die andere zwischen den Lesmo-Kurven und der Ascari-Schikane.
Die Kombination aus flachem Heckflügel und der DRS-Möglichkeit macht es für die Ingenieure nicht einfach, das richtige Setup zu finden. "Es geht um die richtige Balance", erklärt Hamilton. "Es gibt immer ein Limit, wie tief man mit dem Flügel gehen kann, ohne einen komplett neuen designen zu müssen." Es sei schwierig, die richtige Balance zu finden, doch der Weltmeister von 2008 glaubt, dass McLaren dies für Monza besser hinbekommen hat als noch in Spa.



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