Ross Brawn ist nicht der Meinung von Pirelli, dass die Reifen-Regeln geändert werden müssen, um zu verhindern, dass in Zukunft weiter ungenutzte Reifensätze im Müll landen. Pirellis Motorsport Direktor Paul Hembery hatte erklärt, sich an die FIA zu wenden, um ein anderes Reglement durchzusetzen, das verhindert, dass in Zukunft am Ende jedes Rennwochenendes alle Teams noch ungebrauchte Sätze der härteren Reifen übrig haben. Brawn kann dieses Vorhaben aber nicht nachvollziehen.
"Es wäre unmöglich, jedes Rennen ohne restliche Reifen zu beenden. Wenn wir das hätten, gebe es Rennen, wo man wegen gewisser Ereignisse vielleicht keine Reifen mehr hat. Dann würden Leute auf Reifen fahren, auf denen sie gar nicht fahren wollen, weil sie frische bräuchten. Ob man das mit einem Satz hin oder her regeln kann, weiß ich wirklich nicht", betonte Brawn. Nach seiner Meinung ist es mit den Reifen in diesem Jahr ohnehin gut gelaufen, da die zwei Mischungen gut ausgesucht waren, es einen passenden Leistungs-Abstand zwischen den Mischungen gab und der relativ hohe Abbau zusätzliche Würze brachte.
Deswegen wäre Brawn auch gegen eine Änderung. Bezüglich der Sorge, dass es verschwenderisch ist, am Ende eines Rennwochenendes zahlreiche neue Reifensätze wegzuwerfen, warf er ein, dass man doch Wege finden könne, um diese ungenutzten Sätze zum nächsten Rennen mitzunehmen. "Damit blieben sie erhalten und müssten nicht zerstört werden. Es gibt viele Rennen, bei denen wir die Reifen beim nächsten wieder gebrauchen können, wenn wir schon effizienter sein wollen. Ich würde die Anzahl der Reifen und das aktuelle System nicht ändern, ich denke, das ist gut."

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