Spa-Francorchamps hatte es wieder einmal deutlich gemacht: Mithilfe des DR-Systems überholt es sich wesentlich leichter. Zahlreiche Kritiker bemängelten, dass es den Einsatz des verstellbaren Heckflügels auf einem Highspeed-Kurs wie in Belgien gar nicht gebraucht hätte. So reihte sich Überholmanöver an Überholmanöver. Beim kommenden Rennen in Monza, für seine Hochgeschwindigkeitspassagen berühmt, gibt es gar zwei DRS-Zonen mit unterschiedlichen Aktivierungspunkten.
Jeder Fahrer hat unterdessen seine eigene Ansicht zu der Überholhilfe mittels des flach gestellten Heckflügels. Sebastian Vettel ist offenbar kein Befürworter des DRS. "So ist das kein Sport mehr", sagte er gegenüber auto touring. "Dieses DRS-System ist in der Experimentier-Phase und nicht überall effektiv. Mag sein, dass es gut für die Show ist, aber Überholen sollte durch das Können des Fahrers passieren, nicht durch Technik."
Dass Vettel - als WM-Leader verständlicherweise - trotzdem Spaß am Racing hat, daraus machte er keinen Hehl. Rennen fahren sei nach wie vor eine große Herausforderung, auch als amtierender Champion. "Ich sag ja nicht, jetzt bin ich Weltmeister, was wollt ihr noch, ich bin sowieso der Beste. Der Respekt vor der Konkurrenz ist immer da", so der Red-Bull-Star.
Dabei stelle Vettel hohe Ansprüche an sich selbst und auch an das RBR-Team. "Ich verlange von den Ingenieuren und Mechanikern, dass sie sich genauso ins Zeug legen wie ich", sagte der 24-Jährige. Er ist der Meinung, nach seinem Titelgewinn deutlicher und präziser in seiner Arbeit geworden zu sein. "Durch den Titel wird mir mehr und aufmerksamer zugehört", fügte er hinzu.



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