Jenson Button erlebte beim Rennen in Spa beste Unterhaltung, wobei es ihm wohl ein wenig lieber gewesen wäre, die Unterhaltung wäre ein wenig geringer ausgefallen. Denn erst sein 13. Startplatz, der ihm aufgrund eines Kommunikationsfehlers im Qualifying zugefallen war, verlangte von ihm viele Überholmanöver und ein paar extra Pulsschläge beim Start. "In Kurve eins wurde ich am Heck getroffen, dabei wurde eine Endplatte beschädigt. Nach der ersten Kurve waren überall Trümmer, ein Teil davon ging durch meinen Vorderflügel und er war kaputt", erzählte er.

Gleich wechseln konnte er aber nicht, da das Team ihn bat, zugunsten der Strategie noch etwas zu warten. Daher kam Button erst in Runde fünf herein, konnte dabei aber auch gleich die harten Reifen loswerden und den Rest des Rennens mit den weichen fahren. "Der frühe Stopp war nicht perfekt, aber der Rest des Rennes machte Spaß. Ich genoss es, Leute zu überholen, manchmal auch außen herum. Das machte echt Laune. Ich sagte dem Team vor dem Rennen, wir gehen auf den Sieg, wenn wir schnell genug sind. Das funktionierte nicht ganz, aber Platz drei von Startplatz 13 ist ganz gut", sagte er.

Trotz Schaden schnell

Erschwert wurde die Aufholjagd, weil er wie wohl jeder Probleme mit dem linken Vorderreifen bekam. Nach der Safety Car Phase merkte er aber, dass er auf das Podest kommen konnte. "Als ich so ein, zwei Autos pro Runde überholen konnte, dachte ich, die Pace ist trotz des Schadens gut. Die meisten anderen Autos mussten ja noch die Primes aufziehen, ich nicht, wir konnten mit den Options fahren. Der Reifen war der bessere und das war aufregend." Button erinnerte sich, dass er einmal einen Renault und einen Sauber in Kurve eins außen herum überholen konnte, die dann aber darauf in der DRS-Zone gefährlich wurden. "Ich hatte sie durch Eau Rouge hinter mir und sie wollten auf der Geraden vorbei. Ich konnte sie aber ausbremsen und den Platz halten."

Er war überzeugt, wenn McLaren in Zukunft die kleinen Fehler vermeiden kann, dann werden Siege wieder möglich sein. "Das Auto läuft so gut wie das ganze Jahr nicht. Ich fühle mich sehr gut und wir können noch gute Rennen haben", meinte er. Dabei war das Auto in Spa nicht ideal, denn nach dem Verlust der Endplatte am Heckflügel bewegte sich das Heck beim Anbremsen immer recht stark. "Das war wie bei einem Go-Kart - aber bei einem guten Go-Kart. Das Auto machte Spaß", sagte er. Gespannt war Button, wie es in Monza weitergeht, da dort absolut minimaler Abtrieb gefahren werden wird. "Es ist eine interessante Strecke. Voriges Jahr habe ich knapp gegen Fernando verloren. Hoffentlich ist es dieses Jahr anders und wir sind bis zum Ende dabei."