Am Samstag rechnete sich Renault noch gute Chance auf eine doppelte Punkteankunft aus, am Sonntag musste das Team zufrieden sein, mit Vitaly Petrov wenigstens zwei Zähler mitzunehmen. Dabei sah es zumindest für Petrov lange Zeit besser aus.
"Wir haben einen großen Fortschritt mit dem Auto erzielt. Ich lag das gesamte Rennen in der Nähe der Top-10 – nah an Mercedes dran -, also müssen wir in diese Richtung weiter arbeiten", freute er sich. Die Strategie des Teams sei gut gewesen, doch Petrov verlor auf den langen Geraden zu viel Topspeed im Vergleich zur Konkurrenz. So konnte er nicht angreifen und überholen.
"Das Auto war sehr stark in den Kurven und wir waren sehr gut auf der Bremse, bis ich am Ende ein Problem bekam", sagte er. "In den letzten Runden fuhr ich anders, um die Bremsbedenken auszugleichen, aber leider drehte ich mich, weil meine Vorderradbremsen komplett herunter gefahren waren." So verlor er in der letzten Kurve der letzten Runde Platz acht und wurde nur Neunter.
Ein Grund für die Bremsprobleme könnte eine der vorderen Bremsscheiben gewesen sein, die Vibrationen verursachte – diese führten letztlich zu Petrovs Dreher. "Wichtig ist, dass wir zumindest mit Vitaly als Neuntem wieder in den Punkterängen gelandet sind", bilanzierte Teamchef Eric Boullier. "Es ist gut, dass wir unsere Pace gesteigert haben und es gibt eindeutige Anzeichen, dass unsere Durchschlagskraft nach einigen schwierigen Rennen zurückgekehrt ist."
Dennoch glaubt Chefrenningenieur Alan Permane, dass die Pace des Autos zu mehr gut gewesen wäre als zwei Punkten. "Vitaly hatte eine gute Pace, aber leider reichte der Topspeed auf der Geraden nicht aus, um zu überholen - selbst mit DRS", so Permane. "Trotzdem waren wir deutlich schneller als die Force India am Ende des Rennens." Dennoch könne das Team auf der Habenseite verbuchen, dass die neuen Teile das Auto verbessert hätten.

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