Es sollte das Wochenende von Force India. 2009 holte man in Belgien die erste und einzige Pole der Teamgeschichte und auch an diesem Wochenende präsentierte sich das Team mit starken Leistungen. Doch Paul di Resta schied, aufgrund einer Fehlentscheidung, bereits in Q1 aus und Adrian Sutil musste die Jagd nach guten Plätzen in Q2 beenden. "Q2 war sehr gut. Ich hatte eine schnelle Runde und die reichte für Position fünf, aber dann habe ich es in die Wand geworfen", ärgerte sich der Deutsche, der auf einer schnellen Runde sein Auto in Eau Rouge in die Wand setzte.

"Vielleicht habe ich in der Kurve zu viel Druck gemacht, aber das Auto war gut. Es war mein Fehler." Am Ausgang von Eau Rouge machte er einen Fehler, berührte den Kerb und das Heck brach aus. Das wichtigste war aber, dass der Gräfelfinger unverletzt aus seinem Wagen steigen konnte. "Der Einschlag war nicht schlimm. Es ist nichts passiert, der Reifen war von der Felge und der Spoiler kaputt, aber es war zu weit, um an die Box zu fahren. Das ist wirklich Wahnsinn", beschrieb Sutil.
Es war blöd
Wie genau es zu diesem Ausrutscher kommen konnte, war aber selbst Sutil nicht klar. "Ich habe nichts anders gemacht im Vergleich zu den vorherigen Runden", so der Force-India-Pilot, der zugab, es sei schwer abzuschätzen gewesen, da die Strecke immer trockener wurde. "Es ist ein kleiner Fehler gewesen, der nicht hätte passieren dürfen, aber es ist jetzt leider so." Zudem hätte es wohl auch ohne dieses zusätzliche Risiko für Q3 gereicht. "Deshalb war es blöd", rügte Sutil sich selbst.
Dennoch fand er noch Positives. "Es ist klar enttäuschend, aber heute ist es noch zu verkraften, morgen wäre das anders." Ungeachtet des 15. Startplatzes, rechnet sich der Gräfelfinger noch Punkte aus. "Hier kann viel passieren und man kann auch gut überholen", war sich Sutil sicher, der sich ohne diese Probleme auf Platz fünf oder sechs, aber auf jeden Fall vor Jaime Alguersuari, gesehen hätte.
Freitag wird fehlen
Da das Rennen am Sonntag vermutlich trocken bleiben wird, kam ihm aber wieder die Tatsache in den Kopf, dass im einzigen trockenen freien Training in Spa nicht er, sondern Nico Hülkenberg im Auto saß. "Ich kenne die Trockenreifen noch nicht, denn ich bin gestern ja nicht gefahren. Das war natürlich eine glorreiche Aktion und ich habe mich echt geärgert", machte Sutil seiner Wut erneut Luft. "Ich werde das morgen sicherlich spüren, denn ich habe keine Ahnung, wie ich das Auto einstellen soll." Man werde eventuell ein paar Installationsrunden auf harten Reifen probieren und ansonsten die Einstellungen von di Resta und Hülkenberg übernehmen.
Teamchef Vijay Mallya war nach diesem Qualifying nur noch extrem enttäuscht. "Wir sind hier voller Optimismus hergekommen und unsere Leistung durch die freien Trainings gab uns allen Grund zu glauben, dass wir beide Autos in die Top-10 bekommen", erklärte der Inder. Trotzdem wollte auch er die Hoffnung auf ein - unter diesen Umständen - gutes Rennen nicht aufgeben. "Das war nicht die Session, auf die wir gehofft hatten, aber wir werden morgen zurückkommen und hart kämpfen und einige Punkte einsammeln."

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