Die Formel 1 und ihre Testfahrten - kein Thema beschäftigt das Fahrerlager so oft wie die Anzahl und der Umfang der Tests. Gibt es viele Testfahrten, sind sie zu teuer und jeder möchte sie abschaffen. Gibt es zu wenig oder gar keine Tests, wird ebenfalls gemeckert über die fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeit.
Im nächsten Jahr sollen die Testfahrten vor Saisonbeginn weiter eingegrenzt (nur noch drei Tests vor Saisonbeginn: der erste ab 7. Februar in Jerez, danach zwei Mal in Barcelona) und dafür ein Test nach den ersten paar Rennen eingeführt werden - darüber diskutieren gerade die Teammanager. Die große Gefahr lauert in der Wiedereinführung von separaten Testteams - das möchte kein Rennstall riskieren.
"Es würde denke ich allen gefallen, wenn wir vor dem Beginn der Europasaison die zu erwartenden Kinderkrankheiten der ersten paar Rennen bei einem Test aussortieren könnten", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Pirelli-Reifenchef Paul Hembery stimmt zu, schränkt jedoch ein: "Es hängt davon ab, wo wir testen - wir müssten auf einem Referenzkurs fahren. Das wäre für die Reifen sehr nützlich."
Neben dieser Variante sprechen die Teammanager auch über die Möglichkeit, nach einem Rennwochenende ein paar Testtage anzuhängen, wie es etwa die MotoGP am Montag nach einigen Grand Prix macht oder die Formel 1 im letzten Jahr bei den Nachwuchsfahrertests in Abu Dhabi am Dienstag und Mittwoch vorexerzierte.
"Man könnte einen Tag Pause einlegen, um die Autos am Montag zu überholen und dann in dieser Woche mit den gleichen Leuten arbeiten, damit würden wir die Notwendigkeit eines Testteams umgehen", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Vielleicht sehen wir das im nächsten Jahr."



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