Eine riskantere Reifentaktik, eine unnötige Strafe und ein überflüssiger Wechsel auf Intermediates trugen dazu bei, dass Lewis Hamilton in Ungarn statt auf der obersten Stufe des Siegertreppchens auf Platz vier landete. Seinen Wechsel auf die Intermediates, während die Konkurrenten bei leichtem Regen auf Slicks blieben, bezeichnete er als normalen Fehler. "Wir hatten alle Probleme. Ich bekam den Spruch, ich soll reinkommen. Es gab Probleme am Funk und ich war nicht sicher, welche Info sie hatten und welche nicht. Das ist Teil des Motorsports", sagte der McLaren-Pilot.

Das bedauerte er deswegen, weil sein Team in Ungarn nach seiner Ansicht das schnellste auf der Strecke war. "Ich denke, das Team hat tolle Arbeit gemacht, damit wir dort sind, wo wir sind. Die kalten Bedingungen haben es uns etwas leichter gemacht, konkurrenzfähig zu sein. Es wäre toll gewesen, einen Doppelsieg zu haben. Wir hätten das schaffen sollen, es tut mir leid, dass es nicht so war", meinte Hamilton.

Einfach eine weitere Strafe

Dass er wieder einmal eine Strafe ausfasste, wollte der Brite nicht mit Ärger quittieren. "Es ist einfach eine weitere Strafe", erklärte er. Was er falsch gemacht hatte, wusste er nach einer kurzen Besprechung mit Paul di Resta genau. Sein Reifen vorne links körnte, dadurch kam er in der Schikane nach außen und drehte sich. "Als ich mich drehte, musste ich einen Donut machen und di Resta musste mir über das Gras ausweichen", erinnerte er sich.

Enttäuscht war Hamilton vor allem von sich selbst, allerdings wollte er das im Urlaub mit ein wenig Spaß vergessen. Der sollte schon am Sonntag beginnen. "Jenson hat einen fantastischen Job gemacht. Das werden wir heute richtig feiern." Ansonsten wollte er abschalten und den Kopf frei bekommen. An die Weltmeisterschaft wird er dann wohl nicht denken, wobei er zugab, schon länger nicht mehr daran zu denken. Zu seinen möglichen Chancen gegen Sebastian Vettel sagte er nur: "Er war heute wieder vor mir. Ich weiß also nicht, wie meine Chancen aussehen."