Fernando Alonso war überaus glücklich mit seinem zweiten Platz auf dem Nürburgring. Er ermahnte sein Team jedoch, nicht allzu euphorisch zu sein. "Wir müssen uns im Qualifying verbessern, denn wir haben eine starke Rennpace. Daran besteht kein Zweifel", war er überzeugt. Der Ferrari-Star war optimistisch, dass sich Ferrari in dieser Hinsicht noch verbessern würde. Am Samstag hatten ihm noch vier Zehntel auf die Spitze gefehlt - ein Umstand, der sich in Ungarn nicht wiederholen soll.

Alonso freute sich darüber, Rennen sowohl Mark Webber, als auch Sebastian Vettel hinter sich gelassen zu haben - zum wiederholten Male nach seinem Triumph in Silverstone. "Heute waren wir den Red Bulls in Sachen Performance deutlich überlegen", meinte der zweifache Champion. "Das ist wichtig, wenn man bedenkt, wo wir uns zu Beginn der Meisterschaft befanden."

Das bedeute zwar nicht, dass dies auch in den kommenden Rennen der Fall sei, doch laut Alonso würde sich wieder eine normale Situation einstellen. Ob der Kampf um den WM-Titel nun wieder realistisch sei? "Ich schaue mir Klassifizierung nicht an. Aber wenn es eine Chance gibt, hängt es davon ab, immer aus Podium zu fahren zu hoffen, dass Vettel nicht das gleiche schafft", erklärte Alonso.

An der grundsätzlichen Situation im Titelkampf habe sich nichts verändert, stellte Alonso fest: "Es ist immer noch die gleiche Situation, immer noch schwierig und brauchen etwas Hilfe von Red Bull." Aktuell liegt der Spanier mit 86 Punkten Rückstand auf Vettel auf dem zweiten Rang in der Fahrerwertung. "Wenn sie auch nur als Dritter oder Vierter ins Ziel kommen, dann reicht es für sie", so Alonso weiter.

Ein bisschen Hilfe erhoffte sich Alonso unterdessen auch von der anderen Konkurrenz. "Wenn es eine kleine Chance gibt, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, dann brauchen wir die bestmöglichen McLarens", meinte Alonso. "Weil sie konstant aufs Podium fahren und wir vor ihnen stehen müssen."