Die Saison 2011 sollte für McLaren wieder die Chance auf den Titel bringen. Doch bereits in den Wintertests schien man meilenweit von der Spitze entfernt. Umso größer die Überraschung, als klar wurde, dass das Team aus Woking der erste Verfolger von Red Bull ist. Doch mittlerweile haben sich die Vorzeichen geändert. Denn die Bullen scheinen immer weiter wegzuziehen und nun hat auch noch Ferrari überholt.
Doch obwohl den Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button, auf den Plätzen vier und fünf der Gesamtwertung, 95 Punkte auf Spitzenreiter Sebastian Vettel fehlen, wollen sie nicht aufgeben. "Wir sind ein Team und wir werden uns da durchboxen", stellte Hamilton klar. "Die Erfahrung zeigt, dass wir eines der einzigen Teams waren, die es geschafft haben, in einer solchen Situation zurückzuschlagen. Wir werden uns zurückziehen und sammeln."
Siege werden kommen
Zwar scheine es im Moment eine harte Zeit zu sein, aber man habe in diesem Jahr bereits Grand Prix gewonnen und es werde zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man den nächsten Schritt gemacht und aufgeholt habe, weitere Siege geben. "Ich denke es ist die Moral im Team", so der Brite weiter. "Die Leidenschaft die sie zeigen, den Enthusiasmus den sie zeigen, das Engagement das sie zeigen – alle diese Bestandteile geben dir den Glauben, dass du eventuell dorthin zurückkommst."
Sein Teamkollege Button sprach in Bezug auf die Formel 1 von einer sehr, sehr heiß umkämpften Formel-Serie. "Wenn es leicht wäre, wäre es großartig, aber das ist es nicht", gab der Brite zu bedenken. Umso größer sein Lob für sein McLaren-Team: "Es ist sehr konkurrenzfähig und hat in jedem Jahr seit ich in der Formel 1 bin Rennen gewonnen. Das ist ziemlich verblüffend."
Button von McLaren überzeugt
Doch obwohl man in dieser Saison zwei Rennen gewinnen konnte, kann man mit der Leistung von Red Bull nicht mithalten, was Button zwar erkennt, ihn aber trotzdem nicht die Flinte ins Korn werfen lässt. "Es ist nicht dort, wo das Team gerne sein will, aber sie werden nicht aufgeben, sie werden kämpfen und sie werden stark zurückkommen", zeigte sich der Weltmeister von 2009 überzeugt.
Auch Teamchef Martin Whitmarsh bekräftigte, dass es in der Königsklasse nicht einfach ist zu gewinnen. Dennoch betrachtet er die Situation kritisch: "Wir haben in diesem Jahr zwei Rennen gewonnen und das ist nicht gut genug." Man sei schon zu oft nur Zweiter oder Dritter geworden. "Niemand mag es, Zweiter oder Dritter zu sein, und wenn du Fünfter oder Sechster bist, ist das umso schmerzhafter", erklärte Whitmarsh.
Nicht den Schwung verlieren
Nun muss sichergestellt werden, nicht den Schwung zu verlieren und weiterhin Druck nach vorne zu machen. "Es ist keine Zeit für Entschuldigungen oder dafür uns selbst niederzumachen. Wir müssen sicherstellen, dass wir vorwärtskommen. Das ist es, was wir versuchen zu tun", schilderte der Brite, der an sein Team glaubt und es in der Lage sieht zu gewinnen.

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