Vitaly Petrov war nach seinem 14. Platz in der Qualifikation zum Großen Preis von Großbritannien nicht zufrieden. "Ich bin enttäuscht, denn wir sind mit viel höheren Erwartungen hierher gekommen", sagte der Russe, der angab, dass sich das volle Potenzial des Autos auf Grund der äußeren Bedingungen an diesem Wochenende bisher nicht habe entfalten können. Vor diesem Hintergrund wollte Petrov für den Sonntag aber auch noch nicht aufgeben.

"Das Auto fühlt sich in den Hochgeschwindigkeits-Kurven stark und schnell an, daher bleibe ich optimistisch, dass wir morgen im Rennen noch einige Plätze gutmachen können", so der Russe, der anfügte: "Hoffentlich ist unsere Strategie effektiv, denn die DRS-Zone ist nicht besonders lang und die Überholmöglichkeiten sind hier beschränkt. Wir werden also sehr konzentriert sein müssen, um unsere Leistung zu steigern, nehmen diese Herausforderung aber an."

Allison verliert die Geduld

Vitaly Petrov konnte mit Startplatz 14 in Silverstone nicht zufrieden sein, Foto: Red Bull
Vitaly Petrov konnte mit Startplatz 14 in Silverstone nicht zufrieden sein, Foto: Red Bull

Dass das schlechte Wetter und die Regeländerungen am Diffusor in Silverstone Lotus Renault nicht gerade entgegenkamen, war kein Geheimnis und auch für Petrov ein Grund für das schwache Abschneiden. "Der Regen hat die Abläufe dieses Wochenende natürlich gestört, daran besteht kein Zweifel und auch heute hat es das Wetter wieder sehr schwierig gemacht", meinte der Russe. Derartige Ausreden wollte Technikdirektor James Allison aber nicht gelten lassen - genauso wenig, wie die Auswirkungen der Regeländerungen auf die Performance des eigenen Boliden.

Über das große Streitthema im Fahrerlager wollte man beim Team aus Enstone daher gar nicht erst diskutieren, sondern suchte die Kritik lieber gleich bei sich selbst. "Es ist für alle gleich und mit Sicherheit keine Entschuldigung für unsere unterdurchschnittliche Leistung der letzten zwei Tage", so Allison sauer. "Fakt ist, dass wir seit drei oder vier Rennen einen Trend zeigen, der nicht gerade beeindruckend ist", meinte der Techniker verärgert.

"Wir zeigen viel weniger Leistung, als wir das mit unserem Auto sollten - genauso wie mit diesen Anstrengungen des Teams und unserer Partner", erklärte der Lotus-Renault-Mann, der aber auch wusste: "Wir müssen uns hier selbst wieder herausziehen und viele der kommenden Verbesserungen hinkriegen, denn die Plätze 14 und 16 sind einfach nicht gut genug." Für die kommenden Rennen in Deutschland und in Ungarn versprach er daher massive Updates am Auto, die helfen sollen mindestens drei bis vier Zehntel auf die Konkurrenz aufzuholen.