Red Bull und Renault - eine Erfolgsstory. Sebastian Vettel sicherte sich im vergangenen Jahr mit einem Aggregat der Franzosen seine erste Weltmeisterschaft und schickt sich an, den Titel zu verteidigen. Der Vertrag zwischen den Bullen und Renault endet nach der Saison 2012, doch die Gemeinschaft soll offenbar darüber hinaus Bestand haben.

"Wir wollten immer mit einem großen Hersteller verbunden sein", hatte Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz erklärt. "Renault bleibt unser erster Ansatz für einen Deal für 2013 und darüber hinweg." Vor geraumer Zeit hatte es Gerüchte gegeben, wonach Red Bull künftig selbst den Motorenbau übernehmen wolle. Die österreichische Firma AVL List war Teil der Spekulationen.

Mateschitz verkündete allerdings, dass ein solcher Plan nur unter extremen Bedingungen zustande kommen würde. Sprich, wenn keiner der großen Hersteller verfügbar ist. Nach dem vergangenen Hickhack in der Motoren-Debatte scheinen sich die F1-Beteiligten nun darauf geeinigt zu haben, erst ab der Saison 2014 den geplanten Motorenwechsel zu vollziehen. Statt der ursprünglich angedachten 1,6 Liter Vierzylinder-Motoren sollen die Autos von V6-Turbo-Aggregaten befeuert werden.

Dies scheint den Bestrebungen Red Bulls, weiter mit Renault zu kooperieren, keinen Abbruch zu tun. "In Sachen V6 haben wir positive Signale von Renault erhalten", so RBR-Motorsportberater Helmut Marko gegenüber Autosport. "Wir müssen allerdings die Details dieser neuen Situation diskutieren." Marko verriet, dass man mit Renault kurz vor einer Vertragsverlängerung stand - zu dieser Zeit ging es jedoch noch um die ursprüngliche Motoren-Idee mit den 1,4 Liter Turbos.