Der Trainings-Freitag in Valencia lief einigermaßen ordentlich für Nick Heidfeld. Er kam mit seinem Renault gut zurecht und die Zeiten waren soweit in Ordnung. So ähnlich befand das auch der Deutsche nach Trainingsrang neun am Nachmittag. "Der erste Eindruck ist eigentlich ganz gut", meinte Heidfeld. Auch was den Abstand zur Spitze betraf, war er eigentlich recht zufrieden, allerdings dann auch nicht ganz.
"Wir sind, glaube ich, ein bisschen näher an der Spitze, aber von der Position nicht besser als P9. Es waren vier Teams vor uns schneller", stellte er fest. Was den Medium-Reifen betraf, der sein Debüt als Einsatzreifen an einem Rennwochenende gab, so merkte Heidfeld an, dass er gelaufen war wie erwartet, auch wenn er und das Team vorher nicht genau wussten, was zu erwarten war, da man ihn nur in Kanada einmal kurz gefahren hatte. "Der Heat-Up ist im Rahmen. Er ist nicht so gut wie bei den Weichen, aber es ist fahrbar."
Keine Stopp-Vorhersage
Da er keinen Longrun mit den mittleren Gummis gefahren war, wusste er aber nicht, wie gut sie halten. Daher konnte er auch nicht sagen, wie viele Stopps notwendig sein werden. "Und wenn ich es wüsste, würde ich es auch nicht sagen", erklärte er mit einem Lächeln. Dafür war Heidfeld mit dem weichen Reifen einen Longrun gefahren und der hatte besser gehalten als gedacht.
Und auch die neuen Teile hatten ganz gut funktioniert, auch wenn der neue Frontflügel noch nicht im Einsatz war. Die Werte aus dem Windkanal schienen sich aber auf der Strecke zu bestätigen. "Wie wir bis jetzt einschätzen können, ja. Wir fahren nicht immer Back-to-back-Tests, besonders heute. Ausnahmsweise haben wir es bei zwei Teilen gemacht. Nach ersten Infos ist alles so, wie wir es gedacht haben", meinte Heidfeld.

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