Nachdem er in den Trainings zum Europa Grand Prix die neuen Vorschriften bezüglich der Motoren-Kennfelder ausprobiert hatte, musste Sebastian Vettel festhalten, dass es nichts gebe, wovor er Angst haben müsste. Laut dem neuen Reglement dürfen die Teams die Kennfelder des Motors nicht mehr zwischen Qualifying und Rennen ändern, was nach allgemeiner Ansicht vor allem Red Bull schaden dürfte. Doch Vettel sah dafür keine Anzeichen, auch wenn er über den Unterschied zu vorher scherzte: "Es waren fünf Sekunden."
Ernsthafter formuliert konnte er aber nur sagen, dass es wohl jeden beeinträchtigt, wenn sich die Regeln ändern. "Ich sehe uns aber nicht mehr leiden als andere. Vielleicht werde ich überrascht, vielleicht nicht. Aber wie ich es jetzt beurteile, gibt es nichts, wovor ich Angst haben muss", sagte der Weltmeister. Auch sein dritter Platz im Training hinter Fernando Alonso und Lewis Hamilton brachte ihn nicht weiter zum Nachdenken. Er wollte nicht davon sprechen, dass der Vorsprung von Red Bull geschmolzen ist.
Auf jeder Strecke anders
"Es ist wichtig, dass wir da dran sind, es ist hier eng. Es ändert sich von Strecke zu Strecke, manchmal sind die Lücken größer, manchmal kleiner. Wir kamen nach Australien und waren um einiges schneller als andere, dann kamen wir nach Malaysia und mussten pushen, damit wir auf Pole Position kamen. Das sind zwei Wochen und es hatte sich nichts am Auto geändert, es war einfach eine andere Strecke", erklärte Vettel.
Sein Teamkollege Mark Webber sah es ähnlich wie der Deutsche und meinte, dass sich nicht viel für Red Bull geändert habe, auch wenn die Regeln andere geworden sind. "Nichts hat sich bei den Motoren-Kennfeldern verändert. McLaren war in Kanada nicht langsam und Ferrari genauso wenig, es hat sich nicht viel verändert. Bei diesem ganzen Thema warten wir bis Silverstone, da dies ein normaler GP in Bezug auf neue Regeln ist - zumindest für uns. Für uns hat sich nicht viel verändert", sagte Webber.

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