Noch im vergangenen Jahr startete Robert Kubica in Monaco aus der ersten Startreihe und durfte nach dem Rennen als Dritter sogar in die Fürsten-Lounge. Doch in diesem Jahr wollte es für das Renault-Team nicht funktionieren. Wenngleich Nick Heidfeld nach dem Donnerstag die zweite Startreihe noch nicht ausschließen wollte, findet er sich nun auf Platz 16 wieder. Zwar besser, aber auch nicht optimal verlief die Qualifikation für seinen Teamkollegen Vitaly Petrov, der seinen R31 auf Platz elf abstellte.

Teamchef Eric Boullier hatte aber eine Erklärung für das schwache Abschneiden eines Autos, das im vergangenen Jahr noch auf das Podest fahren konnte. "Die mechanische Balance ist im Vergleich zum Vorjahr sehr ähnlich. Das Problem ist, dass wir die Reifen nicht in den Griff bekommen", schilderte Boullier. Doch erstaunlicherweise war nicht der harte Reifen das Problem. "Wir haben einfach die Temperatur in den Weichen nicht hoch bekommen", verriet der Renault-Teamchef.

Kein Vertrauen

Das dies gerade im Fürstentum der Fall sein muss, ist für Boullier doppelt ärgerlich. "Besonders hier in Monaco ist das ein Problem, denn wenn du die Reifen nicht ans Arbeiten bekommst, hast du keinen Grip", zeigte der Teamchef auf, der primär an seine Piloten dachte.

"Und der Fahrer bekommt kein Vertrauen ins Auto." Durch das frühe Ausscheiden hat man sich allerdings ein paar Reifen für das Rennen gespart. Nun muss versucht werden, das Problem mit der Reifentemperatur über Nacht zu lösen, um im Rennen noch einige Plätze gutmachen zu können.