Platz zwei im zweiten Training in der Türkei sah für Nico Rosberg schon vielversprechend aus. Dennoch blieb der Mercedes-Pilot erst einmal zurückhaltend. "Die anderen sind zwar sicher nicht absichtlich langsam gefahren, aber es gibt die Spritmengen und so weiter. Da muss man immer vorsichtig sein. Wir wissen nicht, was McLaren gefahren ist. Es war aber positiv", resümierte der Deutsche.
Erst einmal alles verstehen
Den trockenen Nachmittag hatte Mercedes GP zur intensiven Arbeit genutzt, nachdem der Vormittag wegen des Regens dafür eher ungeeignet war. "Wir haben so viel gemacht, da ist es schwer, durchzublicken. Wir müssen versuchen, alles zu verstehen. Teilweise waren wir beim Setup falsch, haben dann aber wieder zurückgefunden. Insgesamt haben wir viel gelernt. Am Ende war es mit viel Sprit auch interessant. Vielleicht waren wir da sogar zu vorsichtig, weil der Vorderreifen nicht so stark abgebaut hat wie erwartet", meinte Rosberg.
Das sah er ebenfalls als positiv an und gab nach den Eindrücken des Freitags an, dass es das klare Ziel sei, in der Türkei die drittstärkste Kraft zu sein. "Auf jeden Fall geht es voran. Das ist komisch, denn wir hatten nicht die Mega-Updates drauf. Wir verstehen das Auto einfach immer besser und holen mehr raus. Es ist aber auch Freitag, wir müssen also vorsichtig sein und dürfen die Platzierung nicht überbewerten", mahnte er noch einmal an.
Regenreifen mit viel Grip
Ebenfalls auf der Habenseite konnte er vermelden, dass sowohl KERS als auch der verstellbare Heckflügel gut funktioniert hatten. Und dank des Regens am Vormittag hatte er noch eine wichtige Erkenntnis gewonnen. "Es ist überraschend, wie viel Grip die Regenreifen hatten, das war toll. Es gab sehr viel Grip und sie haben wenig abgebaut. Wenn es am Sonntag regnet, dann sind nicht die Reifen schuld, wenn jemand Probleme hat."
Wenn es aber trocken ist, dann dürfte die Türkei bei den Reifen ein eigenes Thema werden. Rosberg war sich dabei nicht sicher, ob es wirklich jemand probieren wird, im Qualifying Reifen für das Rennen zu sparen. "Es könnte Sinn machen. Ob man so mutig ist, dafür ist es vielleicht noch zu früh in der Saison", meinte er. Vorerst hätte er sich damit zufrieden gegeben, wenn Mercedes den Level von Shanghai halten könnte.

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