Toro Rosso hat in den ersten drei Saisonrennen Hochs und Tiefs erlebt, konnte aber zumindest feststellen, dass die Leistung des Autos passend zu sein scheint. So sieht es zumindest Chef-Ingenieur Laurent Mekies, der meinte, dass die guten Eindrücke vom Auto während der Wintertests sich auch zu Saisonbeginn bestätigt haben. "Beim ersten Rennen hatten wir ordentliche Pace und unsere direkten Gegner waren, wie erwartet, Williams, Force India und Sauber. Wir kämpften in den ersten drei Rennen gegen diese Jungs", sagte Mekies.
Dabei stellte er zufrieden fest, dass der STR6 mit den Gegnern mithalten konnte. "Das Qualifying lief bei allen drei Rennen gut, was wir in Melbourne in Punkte umgesetzt haben, aber nicht bei den nächsten zwei Runden. Ich denke aber, vom Leistungs-Niveau her waren wir bei allen drei Rennen dran. Es ist aber Teil des Spiels, dass man in einigen Rennen alles richtig zusammenbekommt und in anderen nicht: das ist uns passiert und kann auch unseren Gegnern passieren. Das erklärt auch unsere Position, wir liegen nur ein paar Punkte hinter Sauber. Wir werden mit diesen drei oder vier Teams die ganze Saison kämpfen - wenn man so will, ist das unser Weltmeisterschafts-Kampf innerhalb der Weltmeisterschaft", erklärte Mekies auf der Website von Red Bull.
Die Show ist gut
Etwas allgemeiner Betrachtet, musste der Chef-Ingenieur anmerken, dass die Reifen und die neuen Regeln eine wirklich gute Show gebracht haben, was er fantastisch fand. Früher habe es vorhersagbare Rennen gegeben, in denen die Autos nur einen Boxenstopp machten und das auch noch beinahe zur gleichen Zeit. "In Malaysia sahen wir jetzt beispielsweise Zwei-Stopper, Drei-Stopper und sogar Vier-Stopper und aus Sicht des Spektakels hätte sich keiner eine bessere Kombination wünschen können."

Den starken Reifenabbau sah er dabei als wichtiges Element der Show an, vor allem aber als bedeutend für die Strategien, die nun sehr unterschiedlich ausfallen können. "Außerdem entstehen dadurch viele Überhol-Situationen, weil es zwischen Leuten mit frischem Gummi und jemandem mit alten Reifen so große Rundenzeit-Unterschiede gibt. Das liefert Würze für das Rennen. Die einzige Einschränkung ist die, dass auch wenn alles unterhaltsam und interessant für uns auf der Boxenmauer und bei der Nachbetrachtung sein mag, ich doch zugeben muss, dass es durchaus schwierig sein kann, das Rennen zu lesen, wenn man es live verfolgt. So war es in Malaysia, China war etwas normaler und auch ein Genuss für alle."
Neue Ideen
Damit für Toro Rosso der Genuss bleibt, wird natürlich eifrig weiter entwickelt. Laut Mekies sind für die Saison große Entwicklungs-Schritte geplant, die bereits vor Saisonbeginn festgelegt worden sind. "An einem Punkt vor der Saison muss man das Auto einmal absegnen, damit es in die Produktion gehen kann und vielleicht hat man am nächsten Tag schon eine gute Idee für ein Teil. Das sind die Bausteine für das nächste Entwicklungs-Update. Das war bei uns der Fall und wir werden in Monaco einen großen Schritt bringen und später in der Saison einen weiteren. Diese zwei Schritte sind geplant und werden hoffentlich gute Leistungs-Verbesserungen liefern."
Da es während der Saison keine Tests gibt, wird aber auch bei den Rennen viel versucht. So wird an den Setups gefeilt und das kann bei Fahrhöhe, Federn oder Aerodynamik-Balance auch zu ganz neuen Wegen führen. "Diese Elemente können sich dann ebenfalls auf die Entwicklungs-Strategie des Autos auswirken", erklärte Mekies.

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