In China hat das Team Lotus gezeigt, dass es aus seinem Vorhaben, zum Mittelfeld aufzuschließen, wirklich bald Realität machen kann. Geht es nach Heikki Kovalainen, muss das Team nun noch höhere Ziele verfolgen, denn mit Ergebnissen wie in China dürfe man sich nicht zufriedengeben. "Wir arbeiten an Upgrades, um besser zu sein. Mechanisch ist das Auto vor allem am Heck sehr gut. Es ist nur die Effizienz der Aerodynamik, die wir weiterbringen müssen und daran arbeiten wir, um die Autos vor uns einzuholen", sagte der Finne ESPNF1.

Laut Technikchef Mike Gascoyne kommt das nächste große Update in Spanien. Es wird sich auf das Heck des Autos konzentrieren und Kovalainen glaubte, es könnte durchaus eine Sekunde bringen. Ob sich das auch wirklich so bewahrheitet, ist eine andere Frage. "Bislang war die Korrelation von unserer Simulation in die Realität ziemlich gut, also habe ich momentan keinen Zweifel daran, dass es anders kommen wird. Wenn wir das schaffen, wird das ein großer Schritt nach vorne. Wir haben an der Front noch viel Kapazitäten, je effektiver wir also den Abtrieb am Heck machen, desto mehr Abtrieb werden wir insgesamt haben, weil wir vorne immer noch viel Balance übrig haben."

Vertrauen ist gefragt

Dass der Freitag in Spanien in eine Enttäuschung münden könnte, weil das große Update doch nicht so gut läuft wie gedacht, glaubte er nicht, sollte es aber dennoch so sein, müsse das Team etwas unternehmen. "So läuft es in der Formel 1, denn man kann zwischen den Rennen nicht testen, um zu sehen, ob es funktioniert oder nicht. Man braucht Vertrauen in die Updates." Vorerst ist einmal das Vertrauen da, dass der Lotus bislang auf allen Streckenarten gut gelaufen ist, daher glaubte Kovalainen auch, dass es in Spanien und der Türkei gut laufen sollte.

Mit Lewis Hamilton versteht sich Heikki Kovalainen immer noch gut, Foto: Sutton
Mit Lewis Hamilton versteht sich Heikki Kovalainen immer noch gut, Foto: Sutton

"Ich denke, es gibt keine Kurve, in der es besser läuft als in anderen. Ich glaube, die Temperatur war ein wichtiger Faktor. In warmem Wetter funktionieren das Auto und die Reifen besser. Das Auto ist sehr gut zu den Reifen und ich hoffe auf warmes Wetter - ein unglaublich heißer Samstag und Sonntag sind besser für uns." Es wird bei Lotus aber auch daran gearbeitet, das Auto für kältere Bedingungen zu verbessern, wobei der Finne glaubte, die neue Aerodynamik werde dafür bereits viel tun.

Wohlfühlteam Lotus

Das alles führt dazu, dass sich Kovalainen beim Team Lotus wohl fühlt. Zwar hat er seine Zeit bei McLaren genossen und ist nach wie vor mit vielen dort gut befreundet - unter anderem Teamchef Martin Whitmarsh und Lewis Hamilton -, doch er hat akzeptiert, dass es dort nicht funktioniert hat. Nach der Erfahrung bei McLaren war es ihm wichtig, wieder von ganz vorne anzufangen und das hat er bei Lotus gekonnt. "Jeden Tag, an dem ich dieses Team weiter wachsen sehe, überzeugt es mich, dass es die richtige Entscheidung war. Bislang bin ich sehr glücklich. Wir haben gute Fortschritte gemacht und ich genieße es hier." Und solange die Fortschritte weitergehen, sieht er auch keinen Grund, das Team zu wechseln."