Trotz zweier Siege in den ersten beiden Saisonrennen wird sich Red Bull Racing davor hüten, die Konkurrenz, allen voran McLaren und Ferrari, aus den Augen zu lassen. So war Sebastian Vettel weder in Australien noch in Malaysia im Rennen jemals wirklich gefährdet, doch beim österreichischen Rennstall weiß man, dass die Konkurrenz genug Erfahrung und Ressourcen hat, um zurückzuschlagen.

"McLaren und Ferrari sind unsere Hauptsorge. Ich denke, man kann sehen, dass die Leistung rauf und runter geht", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Von Ferrari hatte er in Malaysia vor allem ein starkes Rennen gesehen, weswegen er es als wichtig ansah, sich auf die Optimierung der eigenen Leistung zu konzentrieren. "Wir haben es geschafft, die ersten zwei Grand Prix der Saison zu gewinnen, das war ein toller Start und wir werden versuchen, auf dieser Form aufzubauen, wenn es nach China geht."

Bessere Herangehensweise

In Malaysia kam der Erfolg trotz eines Ausfalls von KERS, womit der RB7 wohl noch schneller sein könnte. Andererseits räumte Horner ein, dass die Entscheidung, sich in den Trainings auf Renn-Runs zu konzentrieren, der eigentliche Erfolgsfaktor war. Denn die Reifen sind aus seiner Sicht momentan der größte Faktor, der einen Leistungs-Unterschied auslösen kann.

"Wir wählten nach Melbourne eine etwas andere Herangehensweise und legten viel Fokus auf das Rennen. Ich denke, das hat sich ausgezahlt. Es kann uns im Qualifying etwas Zeit gekostet haben, aber ich denke, die Herangehensweise ans Rennen war absolut richtig." Laut Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko kostete die andere Taktik im Qualifying ein bis zwei Zehntelsekunden.