Die Testfahrten im Winter liefen für Ferrari sehr vielversprechend. Doch dann die Ernüchterung. "In Australien waren wir im Qualifying nicht schnell genug, aber im Rennen hatten wir zu kämpfen und waren 40-50 Sekunden hinter dem Führenden", blickte der Spanier auf Melbourne zurück. Doch nach dem zweiten Rennen der Saison, ist sein Gefühl schon deutlich besser: "Es war ein fantastischer Tag für uns, da wir gesehen haben, dass wir in der Lage sind, mit den McLaren und auch [Mark] Webber zu kämpfen", freute sich der Spanier.

Samstag als Problem

So hätte er die Chance auf das Podest gehabt, wäre es nicht zur Kollision mit Lewis Hamilton gekommen, in deren Folge Alonso seinen Frontflügel wechseln musste und auf Rang sechs zurückfiel. Dennoch erkannte er eine klare Schwachstelle: "Aus welchem Grund auch immer, haben wir am Samstag etwas mehr zu kämpfen", zeigte er Autosport auf. Die Selbstsicherheit am Sonntag sei etwas größer. Zudem wäre es dann deutlich angenehmer das Auto zu fahren.

Seine Erklärung: "Vielleicht strapazieren wir die Reifen etwas weniger als die anderen, wodurch wir konstantere Rundenzeiten fahren können." Da Ferrari nicht erwartet habe, mit den anderen Teams kämpfen zu können, sei die Stimmung im Team sehr positiv. "Wir können deutlich glücklicher nach China fahren", fügte Alonso noch hinzu.

Kein leichtes Wochenende

Doch trotz dieser Euphorie im italienischen Lager, bleiben Ferrari nur fünf Tage, bis die Motoren in China wieder aufheulen. Zudem herrschen dort kühlere Bedingungen, was dem Ferrari bekanntlich nicht hilft, um die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Dessen ist sich auch der Doppelweltmeister bewusst. "Es wird kein leichtes Wochenende für uns", prognostizierte er.

Nach den Erfahrungen aus Malaysia, als, laut Alonso, die ersten vier Autos des Qualifyings unschlagbar aussahen, und er im Rennen dennoch angreifen konnte, versucht der Spanier optimistisch zu bleiben. "Wir werden mit dem Wissen in China ankommen, dass es schwierig wird. Aber wir haben einige Möglichkeiten, wenn wir alles richtig machen", lässt er die Herzen der Tifosi höher schlagen. So müsse das Team in die gleiche Richtung weiterarbeiten, wie bereits hier. Immerhin weiß Alonso, wie es sich anfühlt, in China zu gewinnen. Denn im Jahr 2005 gelang dem Spanier, damals noch in Renault-Diensten, ein Sieg auf dem Shanghai International Circuit.