Nachdem es bereits mehrere Stimmen gab, die sich kritisch wegen der von den Reifen abgelösten Gummifetzen (Marbles) neben der Rennlinie in Malaysia äußerten, hat Vitaly Petrov erklärt, dass sein Unfall kurz vor Ende des Rennens durch diese Marbles mit verursacht worden sein könnte. Dabei war der Russe in Kurve acht nach außen gekommen und hatte beim Versuch, auf die Strecke zurückzufahren, eine Bodenwelle erwischt und war abgehoben. Als er wieder aufschlug, brach dabei die Lenkstange in seinem Renault und er musste aufgeben.
Petrov war zwar nicht ganz sicher, was der Auslöser des Unfalls war, doch Marbles sah er durchaus als mögliche Ursache. "Ich verstehe ehrlich gesagt immer noch nicht, was ich getan habe. Die Kurve ist schwierig, aber man versucht dort nicht, viel zu gewinnen. Es waren noch zwei Runden zu fahren. Ich wusste, Lewis war hinter mir und ich wusste, die Reifen waren sehr gut, was ich auch mit schnellen Runden gezeigt habe", sagte Petrov laut Autosport.
Ein bisschen Untersteuern
Nach seiner Ansicht hat er dann ein Stück Gummi mit den Reifen aufgenommen und sobald man so etwas tut, folgt Untersteuern. "Ich denke, ich hatte dieses Bisschen Untersteuern und kam weiter und weiter nach draußen. Man sollte hier wieder auf die Strecke zurückkommen, also fuhr ich einfach weiter - doch dann traf ich diese große Welle", berichtete Petrov.
Und weil der Aufprall doch recht heftig war, wäre es dem Russen durchaus recht, wenn man sich diese Bodenwelle genauer ansehen würde, da sie eine Gefahr darstellt. "Ich weiß, es ist schwierig, aber es sollte weniger wellig sein - denn man stelle sich vor, was passiert wäre, wenn etwas anders gelaufen wäre. Man könnte einen riesigen Unfall haben", betonte er. Angst hatte Petrov bei dem Abflug keine gehabt. "Das ist nicht beängstigend. Man weiß, es wird ein großer Unfall, aber es ist schlimmer, wenn man eine Mauer sieht, während man abfliegt."

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