Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat nach dem Malaysia Grand Prix die Devise ausgegeben, dass sein Team schnell etwas unternehmen muss, um die Pace im Qualifying zu verbessern. So zeigte sich in Sepang wieder einmal, dass die Rennpace der Scuderia zwar ordentlich ist, es im Qualifying dafür aber einen zu großen Rückstand gibt. Daher sind für die kommenden Rennen bereits einige Updates in Arbeit, gleichzeitig wird aber auch untersucht, warum bisher gebrachte Neuerungen nicht die Wirkung brachten, die der Windkanal erahnen ließ.
Zwar betonte Domenicali nach wie vor, es sei wichtig, ruhig zu bleiben, er verlangte aber auch ein rasches Handeln. "Es ist klar, dass wir ein besseres Auto brauchen, denn wenn wir die Qualifying-Pace der Mitstreiter erreichen wollen, geht es nicht anders. Das Team muss da stark sein und zusammenstehen. Fernando ist zusammen mit Felipe eine deutliche Referenz, da gibt es keinen Zweifel. Wir müssen etwas tun. Und wir müssen es schnell tun, auch wenn die Saison lange ist", sagte Domenicali.
Reifen und Abtrieb
Er hatte am Samstag und am Sonntag zwei völlig verschiedene Welten erlebt und glaubte, dass vor allem das Reifen-Management der Ferrari der Grund dafür ist, warum es im Rennen besser läuft als im Qualifying. "Das wichtigste Element, das es zu verstehen gilt, ist der Gebrauch der Reifen im Rennen, denn wir haben deutlich gesehen, dass es Unterschiede zwischen Fahrern gibt, die im gleichen Auto sitzen. Das ist also wichtig. Ein Element, wo wir uns stark verbessern müssen, ist besserer Abtrieb am Auto. Das ist der Schlüssel zur Leistung, denn wenn wir das schaffen, können wir viel weiter vorne starten", erklärte der Teamchef.
So zeigte sich für ihn am Start von Malaysia, wie schwierig es ist, wenn man aufgrund der Startplätze gleich einmal im Verkehr feststeckt. Danach müsse man nur noch darauf achten, nach vorne zu kommen und nicht zurückzufallen. "Dadurch ist deutlich, wir müssen uns vor allem auf das Qualifying konzentrieren, denn die Lücke am Samstag war zu groß. Wenn man aber den Vergleich mit Webber und McLaren anstellt - Vettel sollten wir da momentan außen vor lassen - so kämpften wir [am Sonntag] eindeutig um das Podest mit. Es gibt also viel zu verstehen und viel hängt vom Abtrieb des Autos und dem Verständnis der Reifen-Nutzung ab."

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