Den Start seiner 18. Saison in der Königsklasse hatte sich Formel-1-Rekordstarter Rubens Barrichello sicher etwas anders vorgestellt. Vor der Premiere waren die Hoffnungen groß, der FW33 galt als Kandidat für positive Überraschungen und der Brasilianer fasste als Langzeitziel, wie jedes Jahr, den Titel ins Visier. Nach zwei absolvierten Rennen steht aber nicht nur der 38-Jährige ohne Punkte da, sondern das ganze Team. Vier Ausfälle bei vier Starts - Barrichello ist nicht begeistert.
Schwer enttäuscht bezeichnete der Veteran den Saisonauftakt als "ganz furchtbar" und konnte keine positiven Aspekte an den bisherigen Auftritten finden. "Es ist traurig, aber wenn man zweimal so abgeschlagen ist, dann sind das die richtigen Worte", meinte Barrichello drastisch. "Wir hatten einen stärkeren Saisonstart erwartet", gab der Routinier frustriert zu.
Wie groß die Probleme bei Williams sind, ließ sich schon am Samstag erahnen. Pastor Maldonado schied bereits in Q1 aus und Barrichello schaffte es nur mit Mühe und Not in Q2. Hinterher sprach der Brasilianer sogar von der Runde seines Lebens, um dieses Minimalziel überhaupt erreicht zu haben - für einen mehrfachen Grand-Prix-Sieger eine traurige Angelegenheit. Im Rennen setzte sich das Pech munter fort. Nach einer Kollision, die einen Reifenschaden nach sich zog und somit einen verfrühten Boxenaufenthalt zur Folge hatte, schied Barrichello nach 23 Runden mit einem Hydraulikproblem aus.
Aufgeben wollte der Rekord-Mann der Formel 1 aber noch nicht. "Ich denke es gibt noch Potential in diesem Auto zu entdecken, aber die ersten beiden Rennen waren einfach schrecklich", so Barrichello, der besonders die Geschwindigkeit auf der Geraden bemängelte. Außerdem machte er desillusioniert das offensichtlich zweite große Problem bei Williams aus: "Den Mangel an Zuverlässigkeit, um die Rennen überhaupt erst einmal zu beenden."

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