Nach dem pechreichen Saisonauftakt in Melbourne war ein problembehafteter Freitag in Sepang so ziemlich das Letzte, was Nick Heidfeld gebrauchen konnte. "Wir hatten an beiden Autos ein Problem mit dem Radträger und es brauchte einige Zeit, um das zu verstehen. Wir denken, es war eine fehlerhafte Charge, also haben wir die Teile getauscht und dann war es OK", sagte Heidfeld. Als er dann tatsächlich fahren konnte, fühlte sich der Renault gut an und er hatte keine Probleme mehr.
Trotzdem war viel Zeit verloren gegangen und die Arbeit am Setup hatte darunter gelitten. Ungeachtet dessen, war das Auto nicht schlecht. "Am Morgen fuhr ich nur sechs Runden und am Nachmittag habe ich fast eine Stunde gewartet. Wir konnten kaum Setup-Arbeit machen. Außerdem wollten wir einen Longrun machen, daher ging ich nur noch mit den weichen Reifen raus, dabei aber ohne Setup-Anpassungen und ohne Ahnung, was wir erwarten sollen", berichtete Heidfeld. In den ersten Runden ging er es deswegen auch vorsichtig an - zudem wollte er auch schauen, ob das Auto in Ordnung war. "Es ist also noch einiges an Zeit drinnen und beim Longrun hatten wir wie viele Andere ziemliche Probleme mit dem Abbau", sagte er nach Trainings-Rang acht.
Guter Platz, großer Rückstand
Von Platz acht war Heidfeld durchaus überrascht, der Blick auf den recht großen Rückstand zur Spitze überraschte ihn nach dem Tagesverlauf weniger. "Wir sind doch recht weit hinter Red Bull und McLaren", meinte er. Er hatte aber die Hoffnung, dass sich am Setup noch was finden lassen wird, immerhin war dabei am Freitag nicht viel passiert. "Man muss das Beste draus machen, die Daten analysieren und morgen Früh das Auto besser abstimmen."
Noch bevor er wusste, was der Samstag so bringt, hatte Heidfeld aber Hoffnung, sich direkt hinter McLaren und Red Bull platzieren zu können. "Ich hoffe, wir haben die Möglichkeit, knapp dahinter zu landen. Ich denke, die vier Autos werden da vorne sein und wir irgendwo dahinter. Das werden wir aber morgen sehen." Daher ist Platz fünf Heidfelds Ziel, sollte es am Samstag oder Sonntag aber regnen, erwartete er ohnehin eine Lotterie.
Böse Marbles
Ebenfalls eine Erschwernis dürften die Gummi-Fetzen sein, die sich neben der Rennlinie sammeln. Die kleinen Kügelchen, die in der Formel 1 als Marbles bezeichnet werden, machen jeden Aufenthalt neben der Rennlinie rutschig und Überholen damit schwierig. Schon am Freitag war zu merken, dass sich der Gummi stark neben der Ideallinie sammelte. "Die Marbles waren schlimm. Leider ist es nicht so, wie wir und Pirelli das erwartet haben. Wir glaubten, wenn die Temperaturen höher sind, wird die Strecke gut Gummi-Grip aufbauen und es wird nicht so viele Marbles geben. Das war nicht so." Probleme wird das vor allem beim Bremsen machen, wenn man versucht, sich abseits der Ideallinie vorbei zu bremsen.

diese Formel 1 Nachricht