Bei den ersten Testfahrten in Valencia musste McLaren noch mit einem modifizierten Vorjahresauto improvisieren - bei den kommenden Tests in Jerez geht endlich der MP4-26 auf die Strecke. Trotz des Trainings-Rückstandes macht man sich keine Sorgen.

"Ich bin mir sicher, dass die anderen Teams sagen werden, dass sie im Vorteil sind, weil sie schon mit dem neuen Auto gefahren sind", sagte Jenson Button gegenüber Autosport: "Aber wir als Team kennen uns sowieso schon mit dem KER-System aus - und das ist das Wichtige." Es sei zudem essentiell gewesen, so viel Zeit wie möglich in die Entwicklung des neuen Autos zu stecken, um mit einem wettbewerbsfähigen Wagen auf die Strecke gehen zu können.

Statt sich mit dem verstellbaren Heckflügel und KERS vertraut zu machen, fokussierte sich McLaren in Valencia vor allem auf die neuen Pirelli-Reifen. "Das war für uns die bestmögliche Situation, weil wir so die Reifen vergleichen konnten", erklärte Button. "Man kann schnell den Überblick verlieren, wenn so viel auf einmal zusammen kommt."

Die Harmonie innerhalb der Mannschaft und zu Teamkollege Lewis Hamilton sei zudem ausgezeichnet - das soll sich positiv auf die Entwicklung des MP4-26 ausgewirkt haben. "Wir wollen uns gegenseitig schlagen, aber wir wollen auch zusammen arbeiten, weil zwei technisch versierte Fahrer produktiver sind, als einer allein."

So habe man in verschieden Bereichen Fortschritte gemacht. "Lewis und ich haben eine Menge Feedback ans Team gegeben und die Tests am Simulator während des Winters sind positiv verlaufen", blickte der 31-Jährige zurück.