Sprechen wir über den Namen: F150. Was steckt dahinter?
Stefano Domenicali: Das Auto heißt F150, weil wir den 150. Jahrestag der italienischen Einigung feiern. Unser Team steht für Italien in der Welt, obwohl wir ein internationales Team sind, mit Teammitgliedern aus aller Welt.

Eine Standardfrage: Ist der Titelgewinn das diesjährige Ziel?
Stefano Domenicali: Eine ganz einfache Antwort: Ja, das ist er.

Es gibt einige Neuerungen im Team. Erklären Sie uns bitte welche...
Stefano Domenicali: Die größte Veränderung in der Teamstruktur ist, dass wir unsere Ingenieure neu formiert haben. Es gibt einen Stellvertretenden Technischen Direktor mit Pat Fry, der die Ingenieure von Alonso und Massa koordiniert, also Andrea Stella und Robert Smedley. Unser Technischer Direktor Aldo Costa bleibt Chefkoordinator im Hinblick auf alle technischen Aspekte. Außerdem verbessern wir unsere Strategien, indem wir mit Neil Martin eine neue Person mit viel Erfahrung einbringen.

Wie steht es um die Fahrer Alonso und Massa?
Stefano Domenicali: Sie sind motiviert und bereit. Ich habe sie in den letzten Wochen oft gesehen und wir haben Zeit in Madonna di Campiglio beim Wrooom Event miteinander verbracht. Sie verstehen, dass dies aus vielerlei Gründen eine sehr wichtige Saison für sie ist und sie wissen, dass wir alles geben müssen.

Wer werden die Hauptkonkurrenten sein?
Stefano Domenicali: Wir müssen von Anfang an alle auf der Rechnung haben: Die großen Teams, die alle sehr stark sein werden - also Red Bull, Mercedes und McLaren - und auch einige andere Teams, die gefährliche Außenseiter sein könnten. Aber vergessen wir nicht die großartigen Fahrer - es gibt viele Weltmeister im Starterfeld. Es wird eine sehr heiße WM.

Der F150 soll den Titel nach Maranello fahren, Foto: Ferrari
Der F150 soll den Titel nach Maranello fahren, Foto: Ferrari

In diesem Jahr gibt es viele technische Neuerungen, einige davon sollen die Rennen spannender machen. Wird es mehr Überholmanöver geben?
Stefano Domenicali: Ich bleibe bei dieser Frage noch etwas vorsichtig: Alle Regeländerungen, besonders der verstellbare Heckflügel, wurden eingeführt, um mehr Überholmanöver zu ermöglichen. Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen wir einige Rennen abwarten und das System feintunen. Aber es ist eines der Hauptziele, die Rennen spektakulärer zu machen.

Die Saison 2010 war lange ausgeglichen. Wird es 2011 genauso spannend sein?
Stefano Domenicali: Ich glaube schon. Es wird eine sehr spannende Saison, wie im letzten Jahr. Ich erwarte, dass mehrere Teams gewinnen können. Die Gegner werden noch besser sein und die Spannung damit noch höher.

Fühlen Sie sich persönlich in diesem Jahr zum Siegen verpflichtet?
Stefano Domenicali: Es ist keine Verpflichtung, aber es unser Ziel. Es ist und bleibt mein Ziel und jenes des gesamten Teams.