Der Dienstag war ein großer Tag für Rodolfo Gonzalez, denn er konnte sich das erste Mal hinter das Steuer eines Formel-1-Autos setzen, als er für Lotus in Abu Dhabi beim Rookie-Test ausrückte. "Als ich zur ersten Runde losfuhr, konnte ich nicht glauben, dass ich endlich hinter dem Steuer eines Formel-1-Autos saß. Seit ich mit fünf Jahren mit den Karts angefangen habe, war es mein Traum, das zu tun und heute wurde er wahr. Es waren 18 Jahre harte Arbeit und es brauchte viele Opfer, um diesen Punkt zu erreichen und ich möchte Lotus Racing für diese Gelegenheit danken", schwärmte der Venezolaner.
Trotz aller Vorbereitungen, wunderte sich Gonzalez darüber, dass er 83 Runden durchgehalten hatte, denn seinen Nacken spürte er bereits nach 30. Nach dem 82. Umlauf ging dann aber nichts mehr, also hörte er auf. Viel Lob musste er dem Team aussprechen, da es ihm sehr geholfen hatte und ihm sagte, er müsse niemanden beeindrucken, sondern einfach nur solide Arbeit machen. "Mike Gascoyne hat mir heute gesagt, es gehe nicht darum, zu beweisen, dass ich bereit für die Formel 1 bin, sondern es würde sich nur zeigen, ob ich nicht bereit bin. Daher wollte ich den intelligentesten Job abliefern, der mir möglich war. Ich habe in den vergangenen Tagen viel gelernt und ich hoffe, ich kann meine Fortschritte morgen auf der Strecke fortsetzen."
Von Chefingenieur Jody Egginton gab es dann auch positive Worte zur Arbeit von Gonzalez, da er gutes, klares Feedback gegeben hatte, es ruhig anging und sich genug Zeit nahm, um das Auto zu lernen. "Heute Morgen fuhr er sicher und legte am Nachmittag dann an Pace zu, als er auf eher leistungsorientierte Runs umstieg. Die Benzinladungen und Setups, die er fuhr, lassen sich mit einem normalen Freitag an einem Rennwochenende vergleichen, also sammelte er Erfahrung mit viel und wenig Benzin und verschiedenen Arten von Runs", erklärte Egginton. Auch die Arbeit mit den Ingenieuren war gut gelaufen und beim Datenstudium legte Gonzalez die notwendige Sorgfalt an den Tag, was das Team doch positiv aufnahm.

diese Formel 1 Nachricht