Die Formel 1 ist in Korea, sie kommt zurück in die USA und sie reist auch nach Russland. Ab 2014 soll in Sotchi gefahren werden. "Das Konzept eines Russland GP ist klasse", sagt Martin Whitmarsh. Allerdings wisse er noch nicht genug über den Russland GP in Sotchi, um sich dazu zu äußern. "Er findet in einer Stadt mit der Größe von Rochdale statt, aber sie wollen das Gebiet wohl noch entwickeln."

Dabei stellte sich nicht nur Christian Horner die Frage: "Wo ist Rochdale?" Die Antwort: Es ist eine Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern im Nordwesten Englands. "Es ist ein ungewöhnlicher Austragungsort", so Whitmarsh, aber als internationaler Sport sollte die Formel 1 auch in Russland fahren.

Durch die vielen Neuzugänge ist jedoch das Maximum an 20 Grand Prix pro Jahr erreicht. "So viel können wir fahren", sagt Renault-Teamchef Eric Boullier. Zwar müssten dafür logistische und personelle Fragen geklärt werden, aber erst über diesem Limit werde es schwierig. "20 ist eine vernünftige Zahl für die aktuelle Struktur", bestätigt Stefano Domenicali.

20 ist die Grenze

Sollte Bernie Ecclestone auf mehr Rennen bestehen, müsste darüber gesprochen werden. Das könnte vor allem dann der Fall sein, wenn die neuen, außereuropäischen Rennen weitere Traditions-GP in Europa verdrängen. "Persönlich finde ich, dass wir nicht zu viele europäische Rennen verlieren dürfen", so Domenicali. "Uns ist wichtig, dass es eine Balance gibt."

Bei 52 Wochen im Jahr gibt es aus Sicht von Horner auch kaum noch Möglichkeiten, um mehr Rennen im Rennkalender unterzubringen. "Ein GP-Sieg war immer etwas ganz Besonderes", betont Whitmarsh. "Wenn es zu viele davon gibt, werden sie weniger besonders."

Dennoch gibt es Gedankenspiele die Rennwochenenden auf zwei Tage zu verkürzen - allerdings eher um die Zuschauer besser zu unterhalten, als um Raum für mehr Rennen zu schaffen. "Es wird über das Format gesprochen", bestätigt Whitmarsh. "Viele Leute mögen die Idee eines Zweitages-Wochenendes." Allerdings müsse das mit den Veranstaltern abgestimmt werden.