Anfang des Jahres hatte Ferrari mit der Zuverlässigkeit der Motoren zu kämpfen, was auch Sauber unglücklicherweise zu spüren bekam. Bei Ferrari ist man allerdings zuversichtlich, dass man die Probleme aussortieren konnte und das Team mit den vorgeschriebenen acht Aggregaten bis Abu Dhabi auskommt. "Sollte es nicht der Fall sein, dann wird es extrem schwer für uns, um die WM weiter zu kämpfen", weiß Teamchef Stefano Domenicali.

Deshalb versucht Ferrari die Kilometeranzahl der bestehenden Motoren nicht zu hoch steigen zu lassen. Allerdings kann man das Limit der Motoren nur abschätzen. "Wir müssen vorsichtig mit den Motoren umgehen und sicherstellen, dass wir sie nicht überhitzen. Was die Temperatur angeht, dürfen wir nicht zu aggressiv sein", erklärte Domenicali in Hinblick auf die zu erwartenden Hitzerennen in Abu Dhabi und Brasilien.

"Sollten wir ein Zuverlässigkeitsproblem bekommen, dann wäre das traumatisch für uns. Wir könnten die verlorenen Punkte nicht mehr aufholen und schließlich wollen wir bis zum Ende gegen Red Bull und McLaren kämpfen", betonte der Italiener. "Wir dürfen kein Problem haben, sonst ist alles vorbei."

Ganz anders bei Mark Webber: Der Australier erhält für den Korea GP einen komplett neuen Motor - seinen achten und letzten des erlaubten Kontingents. Damit sollte er auf den Geraden einen kleinen Powervorteil haben, da Alonso kein neuer Motor mehr zur Verfügung steht.