Schon am Sonntagvormittag sprach Fernando Alonso für den anstehenden Japan GP nur von Schadensbegrenzung. Nach Startplatz 5 rechnete er sich keine großen Chancen aus, Red Bull zu schlagen. "Wir wussten schon vor dem Wochenende, dass Platz 3 wahrscheinlich das Maximum sein würde", so Alonso. "Aber wir sind davon überzeugt, dass dies die schwächste Strecke der verbleibenden Rennen für uns war."

Aus dieser Sichtweise war es für Alonso ein gutes Rennwochenende - immerhin liegt er immer noch gemeinsam mit Sebastian Vettel auf Rang 2 der Fahrer-WM - 14 Punkte hinter dem Führenden Mark Webber. "Wir müssen mit diesen 15 Punkten sehr zufrieden sein", sagte der Spanier. Im Vergleich mit Webber verlor er dadurch nur drei Punkte. "Damit können wir extrem glücklich sein."

Hoffnungsschimmer im Endspurt

Die Dominanz von Red Bull auf der schnellen Strecke in Japan stimmt Alonso für den Endspurt nicht nachdenklich. Suzuka sei schon auf dem Papier eine Red-Bull-Strecke gewesen - das habe sich bewahrheitet. "Wir müssen unsere Chance nutzen, wenn wir auf Strecken kommen, auf denen Red Bull mehr Probleme hat", sagte Alonso der BBC.

Die bisherige Statistik der vergangenen 16 Rennen stimmt Alonso positiv: "Von den 16 Strecken waren 15 Red-Bull-Strecken, aber sie haben nur sieben Mal gewonnen. Davon waren drei Doppelsiege und die restlichen zwölf keine - es wird also für sie auch bei den letzten drei Rennen schwierig, Doppelsiege zu holen." Irgendwas passiere bei Red Bull immer. "Dann müssen wir zuschlagen. Sollte nichts schief laufen, wird es schwierig, denn Red Bull hat das überlegene Auto."