Fernando Alonso ist der Mann der letzten Rennen. Zwei Siege, zwei Pole Positions und die meisten Punkte aller Piloten. So brachte sich der Spanier zurück in den Titelkampf und bis auf elf Punkte in Schlagdistanz zu Spitzenreiter Mark Webber.

Bis zur Saisonmitte sei die Saison mit vielen Höhen und Tiefen verlaufen, aber ab Silverstone fand der Spanier mehr Vertrauen ins Auto und schöpfte Selbstvertrauen für den Titelkampf. "Hier ist Red Bull Favorit, die Charakteristik von Suzuka passt sehr gut zu ihnen", gesteht Alonso. "Aber das bedeutet nicht, dass sie das Rennen spielend gewinnen werden."

Bislang sei bei Red Bull fast immer etwas schief gelaufen - darauf baut Alonso auch in Japan. "Wir müssen sie attackieren. Von den verbleibenden Strecken ist Suzuka gut für sie, die anderen drei sind etwas unklarer, besonders Korea." Dennoch erwartet Alonso einen harten Endspurt. "Fünf Fahrer haben noch Chancen und McLaren wird sehr stark zurückschlagen", ist er überzeugt.

Auf alles vorbereitet

Nach den beiden Siegen in Monza und Singapur hat Alonso einen Lauf. "Aber in dieser Saison war niemand 6-7 Rennen in Serie konstant gut", betont er. "Wir müssen auf harte Momente vorbereitet sein und dürfen dann nicht in Panik verfallen, sondern müssen bei jedem Rennen so viele Punkte wie möglich mitnehmen." Manchmal stünde man dann auf dem Podium, manchmal nur auf Platz 5.

Bei einem Titelkampf mit fünf Fahrern sei es schwierig, immer alle Gegner unter Kontrolle zu halten - auch bei der Strategie. "Aus Fahrersicht ist es aber keine große Änderung, man versucht immer das Beste zu geben." Dabei komme es auch einmal zu solchen Kollisionen wie zwischen Mark Webber und Lewis Hamilton in Singapur. "Da hatte Webber viel Glück. Ich habe seinen Reifen auf Fotos gesehen und in 99% der Fälle fallen beide Autos aus."

Im Gegensatz zu seinen vier Kontrahenten hat Alonso den Vorteil, dass sein Teamkollege nicht im Titelkampf involviert ist. Felipe Massa könnte ihm also helfen, indem er den Rivalen wertvolle Punkte wegnimmt. Alonso hält diesen Faktor jedoch nicht für entscheidend. "Wenn du gut bist, macht es keinen großen Unterschied, ob der Teamkollege nah dran ist", rechnet der Spanier vor. "Wir müssen nur sicherstellen, immer so gut wie möglich zu sein."