Die heutigen Piloten kommen sehr viel reifer und besser vorbereitet in die Formel 1 als die Fahrer vor 10, 20 oder 30 Jahren. Dessen ist sich Michael Schumacher sicher. Der Rekordweltmeister schreibt sich sogar einen gewissen Anteil an dieser Entwicklung zu, da er vor allem in Deutschland den Nachwuchs motiviert und ihm vorgemacht habe, wie es gemacht werde.

Trotzdem wird Sebastian Vettel derzeit stark kritisiert. Unter anderem mit der Aussage, er sei angesichts seiner Fehler in Ungarn und Belgien nicht reif genug für den Titel. Schumacher sieht das ganz und gar nicht so. Er erinnert an seinen Auffahrunfall mit David Coulthard im Regen von Spa 1998.

Fehler passieren

"Ich hatte keine Chance, dem Unfall aus dem Weg zu gehen, dennoch war die Mehrheit der Meinung, dass es meine Schuld gewesen sei", sagt Schumacher. Alle hätten gefragt: "Warum habe ich so sehr gepusht? Aber ich musste ihn ja überholen, konnte nicht das ganze Rennen hinter ihm herfahren."

Ähnlich sei es jetzt bei Vettel. "Von außen lässt sich einfach sagen, er hat einen Fehler gemacht. Aber er will Weltmeister werden, da fährt man am Limit, attackiert und dann passieren auch mal Fehler. Daraus sollte man keinen großen Hype machen."